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s
- ad
discipulum meum - # 06
Dachmäßig
g u t be hüt et
Hörzu
– Hans!
Im
Schlafsaal.
Ja,
Hej
– lass mich erzählen: Mit den vier Reihen Bettgestellen und den
dürftigen Bezügen, Laken, Kop und Oberbett (wie wir es mitbringen
mussten). Ja, da zwischen den mittleren war der Zugang. Die nach
außen mussten immer ein bischen rücksichtsvoller sein.
Oberhald,
als Decke, die Holzvertäfelung, wir waren im Obergschoss der
Turnhalle untergebracht; oben über uns, nur der Dachstuhl.
Eben,
wenn ich in der Mitte durchlief –
Ach,
von dem Bett an meiner linken Seite. Da bist du zu mir hin
ausgestiegen. Und wann haben wir abends wohl miteinander geredet. Ja,
wir hatte uns nichts Persönliches zu sagen: Hausaufgaben,
Förderkurs, Messedienen, Mittagessen?
Ach,
ich weiß nicht.
Einpaar
mal hat es mich intersssiert, was einer der Primaner uns vor-redete.
Ach,
ja, die machten so eine Schlafsaal-Betreuung.
Ja,
der Werner.
Jedesmal
wenn ich mitten duchlief. Hat irgendeiner mich beläsigt. Da flog mal
ein Kopfkissen, so spät dir vor die Füsse. Da das du darauf treten
musste.
Und
ich musste eimal einen neuen Bettbezug spendieren.
Hans.
Wir sollten von deiner weißen Bettwäsche schnuppern.
Äch-noch!
Wenn
ich mal ohne Blessuren durchkam?
Aber
ich habe nie gemerkt, was da runter – äh, gelitten hast.
Es
war ein Katstrophe. Bis ich gelernt habe, einfach da Vater-Unser zu
sag-, zu sprechen.
Du
hast wenn durch durch den Schlafsaal wolltest –
Ja,
das Vaterunser -, später das GegrüßetseistduMaria. Das war
fülliger im Kopp. Wohliger! Besonders als ich es Lateinisch sprechen
und dann singen konnte.
Immer
alleine für dich? Armer Sack. Ja, als durch einfacher
durchstolzierst bist, ohne dich zu rächen, ohne zu mucken – das
wurde es seltener.
Ja!
Ave Maria – (er singsangsingte es:
http://www.youtube.com/watch?v=OxjJFB-j5RU
Ja,
du hattest eine tiefe Tiefe?
Ich
kann mich nicht erinnern, was mein Körper blies:
Mein
Hans.
Einer,
dessen Anblick ich verloren hatte. Auf einem Besuch in dem entfernt
liegenden BlödsinnsBesuchsfest!
Harle,
nicht Klinke. Da wurdest du verspottet-
Da
bin ich jetzt zum dritten Mal entlang gefahren. Früher hieß es noch
Klinke.
Heute
Harle -
Das
Häuschen. Nachpfingstlich geschmückt mit dem Garten. Das wächst
und blüht schon. Bestimmt hatte mich die Pfingstbotschaft bedrängt.
Mit
einem Mädchen, mit dem es danach Schluss war. Das ich keine zwei
Wochen später absagte.
Mit
der Ente unterwegs ins Münsesrland, die erste Reise, wohl über die
Weselr Reheinbrücke. Mit einem bescheidenen Email-Schildchen auf der
rückwärtein Klappe: U.L.Ente.
Blitzschnell
gefunden, wenn ich mich heute erinnere. Wohl zur Kaffeezeit,
sonntags. Obwohl das für uns keine Rolle spielt. Ich hatte Tina
einiges erzählt. Die Erzählung lief auch stotternd. Aber ich war
angekommen. Hatte es überblickt: Ein Haus wie mein Elternhaus: Eine
Husche – oder einen Koten, mit langem Garten. Ein kleiner Kotten,
eine Kate, der sich in der Mittagshitze duckt. Da döst alles. An der
Hecke entlang, die an einigen Stellen bis zur Dachrinnen reckte. Zur
Haustür. Ach, ja, auch eine Heckenpforte. Irgendwie. Ich suchte:
kein Namensschild. Aber eine Drehklingel. Ratsch. Rätsch macht so
ein Dusselchen.
Es
döst noch immer.
Noch
immer im Bett 23 – krank! Eine Putzfau ruft den Assistent, äh:
rufen: Muus oder dergleichen.
*
~ *
- So geht es in unserer Küche seit wir im dritten
Stock leben: „Verdammt [sei] der Fisch im dritten Wasser!“: Erst
schwimmen, dann kochen, aber dann nicht auch noch Wasser dazu
trinken. na, ja, das sagt der Aphorisms vom Maledictus piscis in
tertia aqua.
-
-
Wie Mutter mich vorbereitet hat:
-
Ja, mein Wunsch stand fest: Kaplan rdne. 50 Mark
geschenkt, der Piss-, Pastors annehm -. Nach Münster sich
aufmachen. Vom Rektor der Volksschule werabschiedet. Mutter; Vater
unerklärbar im Hintergrund (keine Wünche. Empfehlungen, keine
Vewünschungen) - Mutter: - "Ja, tu uns das nicht an. Ja, der
war ein Doktor. In der Kirche. Nach Münster gesandt. Wurde krank.
Gemütskrank - da ..." Sie wusste nicht weiter. "Tu uns
das nicht an. - Wie man das anstellen kann. Hat sie mir nicht
erklärt. Erklären können – Abr, ich fadn in der
Ludgerus-Kapelle,im Coll Ludgerianum, ein Laudate im Goldschnitt,
ausgezeichnt mit seinem Namen von Liebfrauen Goch – Das hat dem
Aufräumen standgehalten.

-
-
-
- Ja, Werneri - du Schelm:
-
-
Wo du mich in meinen Leben eingegriffen hat: Als
Beichtvater (aber nicht von oder für mich . Als Vertreter der
patriachalen Stuktur der Kirch. Der pseudo-väterlichen Kirche - und
erklärt mir, nachdem ich ihn daraus aufmerksame mache, ich ich der
Frau M. die Gefolghaft verweigerte&sich verliebte,
gottsakrament: Ja, da
haben wir so gelernt. Und wurde gesagt. Das kan ein Psychologe. Ja,
ein Professor zu uns. An einem Abend erlärte er uns: In der ersten
Zeit der Ehe. wird das entschieden. Wer die bestimmende vorgebliche
Rolle ausübt. Äh, meist der Mann. Da bist du zu kurz - äh. wohl -
gegeben, zu kurz gekommen. - Kann mir leid tun –
-
-
>> Ja,
tief gläubig.
-
Fünf
Begriffe von diesem Kost-Vornehmen kenn ich nicht. Und ich glaube,
des Deutschen mächtig zu sein; nein all-mächtig nicht. Aber so
ungefähr; auch mit Latin und Griechisch. Aber das packt es hier
nicht: das Gerlever Neu-Pekuniäre:
Was
Irdisch-Schrottiges, so wohlverpackt mit Fremdwörterischem, das man
zupak-, pardon: zubeißen möchte, wenn man sich so vergeistigen
möchte, mit „geistlichen Schriftstellern, älteren und jüngeren),
potz: was da angeboten wird, von wem und was, da wird vorab nicht
mitgeteilt. Das Fressifrassi ist wichtiger - tausend.
Apfelbeignet:
So eine Begriffskostbarkeit verwendet man für Obstkrapfen, wohl
zumeist im Brandteig,
kann aber auch Hefeteig
gemeint. Doch auch Beignets aus Fleisch,
Geflügel,
Gemüse
statt Obst,
so dass international unter der Speise Beignet wieder Anderes als ein
Obstkrapfen verstanden werden kann. Amen. Aufklärung wird man nicht
im Römischen Missale finden.
Und
da rumpelts: „fangfrisch“, eben mit fangrische rForelle.
Wirhaben
mal in der Schweiz zwei Forellen serviert bekommen.
Hans:
Wer, wer?
Ich:
Hej, Hänschen. Warst du das?
Hans:
Ja, ihr? – Wwer da? Ich war nie in der Schweiz. Ein Familie, huj!
Ich war nie in einem wir.
Das
stimmt doch nicht: Du warst mit 68 Jungen – ja, auf einem
Schlafsaal. Weisst du, wie viele mich davon getrietzt haben?
Was
meinst du: getrietzt?
Ja,
ihr sagt heute: gemobbt. Blödes Wort!
Ja
– ich habe dich auch. Na, ja, ich bin mitgellaufen. Und einmal, da
war ich der Auslöser für eine langanhaltende Verfolgungsjagd. –
Aber du hattest da schon dein Klavierspiel. Wupp – mit dem
Flohwalzer:
Der
Pantokrator mit den vier Tiersymbolen: Kraftpaket Löwe;
Flugbereitschaft Adler und was weiß ich.
Schlag
anch!
Mei
– wo denn?
Na,
im Herder? Was? Ja, im Herder-Lexikon. 12 Bände oder 20. Während
der Nazizeit haben die noch rucken dürfen. Immer: pantokratisch:
„Das
Wort erscheint in der Septuaginta
als Übertragung des Zeus-Beinamens
pantokratis
auf JHWH
Zebaot
und für El
Schaddai,
aber für keinen der Begriffe durchgehend. Im Neuen
Testament
kommt die Bezeichnung nur einmal im 2.
Korintherbrief
und neunmal in der Offenbarung
des Johannes
vor, dort immer auf Gott den Vater bezogen. Die Übertragung des
Titels auf den Sohn, sachlich bereits unter anderem in Matthäus
28,18 vollzogen, geschah ausdrücklich erst im Verlauf des 4.
Jahrhunderts.“
Altarbild
Hast
du da immer hingerich-, hingeschaut.
Ja,
ich war da zweimal Messdieneer. Utner der Woche.
Und
sonntags.
Nur
ein einziges Gemälde ziert die Zeuterner St. Martinskirche - das
monumentale Abschlussbild an der gesamten Chorwand. Es soll uns die
Geschehnisse in der hl. Messe und beim Lobpreis Gottes verdeutlichen
und näher bringen.
Buchhandlung
„Kloster Gerleve“:
Und
as: Da war ich Schuld, das ich mir wieder eine anllass bot: Auch so
ein Sonntagserlebnis: Es donnerte in der Nacht: reichhaltig wohl Aber
ich hate einen gutenSchlaf. Und
Zwei,
drei Bücher: Coesfelder Bauernhäuser. Leben im Westfalen. Kirchen
im Wesfalen
Ein
alter Büchersmanan wird gerufen: Bruder Petrus:
Ich
zeig auf zwie Bücher: Mich interessieren Bauernhäuser. Katen?
Sozialisatioin derLandbevölkerung
Bbodenkunde.
Ach: heimat!
Ja,
wie man früher lebte. Hier habe ich zwei bilder gefunden:
Schützenvereein Georgs-Gildd“
Bücher-Petrus:
(kuckt den Bexucher an. Lapismos!“ - „Tschü! -
(Pause) „Wie alt sind Sie?“ Lapismons (fragend! Ich bin so alt
wie Hans Steinberg.
Wusste
ich. Da kommt irgendwann wass. Sie sind spsät dran. „Pause hier! -
Raus. Äh! Bitte“
Zwei
Personen. Gäste des anderern Buchhändlers (Er flüstert den Gästen
was zu. Drängt
sie
vorsichitig hinaus.
Bücher-Pretrus
zieht einen leichten Vorhang zwischen Buchhandlung und Hinterzimmer.
„Da. Setzen Sie sich da hin! - Hans' Stuhl. Hat er gschnitzt! -
Einen von dem Terzett. Die anderen stammen von mir.Ich hatte mehr
zeit.Warum kommen Sie erst so spät.- Warum, Bruder Petrus, sitzen
Sie hier – und warten auf mich.
„Ich
habe – Ihre - Wahrscheinlich habe ich Ihre Briefe seit 50 Jahren!“
- Wie?“ „Nein, nicht hier, in meiner Klause!“
Und
– Sie haben – Hans hat Ihnen?
„Yeah!“
Ich
– äh, ich habe Durst. - Verstehen Sie. Ich bin Diabetiker.“
„Sehr
wohl. Ich ziehe mir auch gerne einen rein!“
Hans
lebt noch in … mir -
Ja,
in mir. Mein Bruder. Mein Freund. „Kommen sie an meinen Mund: Mein
Freund.Wirklicher. Mein – Geliebter!“
„Und
Sie haben … - überlebt.?“
„Ja,
ich pflege noch sein Grab. - Drüben in der Gemeinde. Muss man
akzeptieren.“
Bruder
Petrus. - ah - Darf ich Sie drüben in die Ludgerirast einladen?“
Wollen
Sie mich vergiften? Er schaut hinter den Vorhang. Ach da sind so
viele Sonntagsnachmittags-Damen. Die wollen gerne prsönlich
behandelt werden. - Ja, ich geh mit. In den Kuhstall! - Ist nah
gnug.“ (Er holt eine flache Silberfläschen aus dem Gewand:
„Möchten Sie einen Schluck: Ludgeri-Wasser!?“
„Danke!
- Mir reicht pures Wasser!“
Heje
warst du mein geliebter Hans, mein Lapismos?