Mittwoch, 31. Juli 2024

S p i e g e l - e i e n

  

 S p i e g e l  - eien, unter den literarischen Würdigkeiten:

Ein Schreiiben an einen Herrn Rainer Lübbert ['Letzte Seite'. Spiegel # 31. S. 122] -https://www.spiegel.de/geschichte/der-spiegel-vor-50-jahren-heinrich-boell-und-das-pamphlet-gegen-die-bild-zeitung-a-e5dde7ad-6a8a-41e2-b077-820c70a58d1b

Sollte mann nicht, wenn schon jemand schreiben können) (wollen) muss, verlanen, dass man Protrest - Aggression -Pamphlet unterscheiden muss?

 Heinrich Böll: „Über diese Erzählung ein Wort verlieren? Ich will's versuchen. Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Ich hätte dieses erzählerisch verkleidete Pamphlet längst vergessen, würde ich nicht hin und wieder durch völlig desinformierte Informatiker daran erinnert; ein Pamphlet, eine Streitschrift, war's nämlich, war als solches gedacht, geplant und ausgeführt, und gerade die Abendländer, humanistisch gebildet, wie sie nun einmal sind, hätten doch wissen müssen, daß Pamphlete zur besten abendländischen Tradition gehören; ich bin ja nun auch einer aus dem Abendland und habe sogar andeutungsweise eine gewisse humanistische Bildung. [...] Vorzuwerfen habe ich mir nur eins: daß dieses Buch fast zu harmlos ist. (...)“ 

Böll im Nachwort zur Neuausgabe von "Die verlorene Ehre der Katharina Blum", 1984. - In jeder Tragödie gibt es Tötungen: Mord! Vgl. Schillers „Verbrechr aus verlorener Ehre“ (1786 zunächst unter dem Titel „Verbrecher aus Infamieveröffentlicht).

Fazetie? Prokokation? Pamphlet? - 

Etymologisch: Streitschrift f. polemische Abhandlung über religiöse, politische, wissenschaftliche Fragen’ (17. Jh.)

Historisch gibt es diesen UrSprung: „Pamphlet (von ungewisser Abstammung), 1) kleine, irgend ein Interesse des Tages u. der Zeit behandelnde Schrift, bes. politischen u. polemischen Inhalts. Merkwürdig ist die große Pamphletsammlung im Britischen Museum seit 1640, welche über 40,000 Flugschriften enthält. Die Sammlung wurde 1684 vom Könige gekauft. 2) so v.w. SchmähschriftLibellPasquill“ - [1857]:. http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Pamphlet?hl=pamphlet

Ich glaube, dass Böll seine eigene Erzählung nicht abwerten, sondern den kämpferischen Aspekt betonen wollte: Pamphlet, die meine eigene.

Wer mag da widersprechen wollen ...?

Dienstag, 30. Juli 2024

F e n s t e r l n?

 

   

'Feigenblatt'-Verordnungen?

Aus dem F e n s t e r stürzen:


[Wikipdia:]
Defenestrationen kamen im 
Mittelalter und in der Frühen Neuzeit vor, so 1419 der Erste Prager Fenstersturz zu Beginn der Hussitenkriege oder 1815 der Bamberger Fenstersturz des Marschalls Louis-Alexandre Berthier. Besonders bekannt ist der Zweite Prager Fenstersturz, der 1618 den Dreißigjährigen Krieg auslöste. Der Kölner Fenstersturz vom 3. März 1848 war keine Defenestration im eigentlichen Sinne.

Im Einflussbereich Russlands kommt es auch heute wiederholt zu Fensterstürzen, die in ihrer Häufung auf politische Defenestrationen hindeuten könnten.[1][2][3][4][5][6] [Abgerufen: - am  30.07.2024]

Ex-Belarus-Botschafter in Berlin

:

Der mysteriöse Tod des Denis Sidorenko

28.06.2024 | 15:07

Denis Sidorenko war acht Jahre lang belarussischer Botschafter in Deutschland. Als er nach Minsk zurückkehrte, kam er unter merkwürdigen Umständen ums Leben.

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/belarus-denis-sidorenko-botschafter-100.html


So fenstert sich immer weiter; wohl nur Dikaturen; kollektiv verfügte Zwangshandlungen![?]

Montag, 29. Juli 2024

Für den A u f k l ä r e r Erich K ä s t n e r

 

.... zu Ehren Erich K ä s t n e r s  -
                                                             > gezeichnet von Walter T r i e r >

Sehr zu empfehlen:

https://rundfunk.evangelisch.de/morgenandacht-29072024-14330

Ein Pfarrer, evangelisch, eben auch Vater und kundiger Seelsorger, spricht sich aus zu Erich Kästner: Wo gibt’s das .. , im Kirchen-Dienst?

>>> Auch beim SWR gibt es Kirchenfunk-Beiträge; aber nicht so klar fomulierte, für den ganzen Kästner:

https://www.kirche-im-swr.de/beitraege/?search=Erich+K%C3%A4stner&date=&author=0&year=0


Aber, hier - von  Thomas Dörken-Kucharz -wird gesprochen:


[Kästner-Zitat]

Die Menschen wurden nicht gescheit.
Am wenigsten die Christenheit,
trotz allem Händefalten.
Du hattest sie vergeblich lieb.
Du starbst umsonst.
Und alles blieb
beim alten.

 

Jesus hatte einen hohen Anspruch, scheiterte mit allem, was er wollte, wurde ermordet, alles blieb beim Alten, er ist umsonst gestorben, lautet Kästners Fazit in dem Gedicht.

Als Christ glaube ich, dass es mit dem Justizmord an Jesus nicht vorbei war, sondern dass Jesus vom Tod auferstanden ist. Deswegen bin ich da anderer Meinung. Und noch  aus anderen Gründen würde ich meinem verehrten Erich Kästner hier widersprechen. Aber zunächst einmal hat er in vielem Recht: Es ist so vieles beim Alten geblieben, und einiges in der Kirchengeschichte ist wahrlich kein Ruhmesblatt für uns Christinnen und Christen. Der Moralist Kästner hat die Kirchen in seiner Lebenszeit, im Ersten und noch im Zweiten Weltkrieg und auch noch danach meist auf der falschen Seite erlebt.

Da stimme ich seiner Kritik zu, widerspreche ihm aber im entscheidenden Punkt: Jesus hat nicht umsonst gelebt. Selbst wenn man den Glauben an seine Auferstehung nicht teilt, hat Jesus nicht vergebens gehandelt, ist nicht umsonst gestorben. Wenn es so wäre, hätte Kästner dieses Gedicht ja gar nicht zu schreiben brauchen, ja, er hätte es auch gar nicht schreiben können, denn von Jesus wäre uns dann schlicht nichts überliefert.

(...)

Jesus ist nicht umsonst gestorben und Kästner hat nicht umsonst gelebt, im Gegenteil. So werde ich mir Kästners Kritik an der Kirche weiter zu Herzen nehmen und fröhlich weiter in seinen Werken und in der Bibel lesen.

*

Dank, ihm - dem Vater und Seelsorger – für seine Erklärungen, zu K ä s t n e r: ein Aufklärer um Aufklärer

* * *

Aber auch diesen Beitrag kann ich empfehlen: Hoch dem  K ä s t n e r

https://www.kirche-im-swr.de/beitraege/?id=40402

Danke den  K ä s t n e r -Verstehern!

Samstag, 27. Juli 2024

Von Benn - Herrn G o t t f r i e d B e n n gesprochen -

 

 


Vom Oleander, auf dem Balkon Sommer 2024 - gesprochen:









Nach-HILFE für Alternativ-Linge


Brief am 14. September - Herrn Renner (wg. seiner Rede im Bundestag geschuldet dem Zitat von Gottfried Benn: Oder – ähnlich, ging die Rede zu Ende: „Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten." (Es sei zitiert Gottfried Benn).



An

„Herrn Renner“ (13.09.2018):

Betr.: Gottfried Benn:


Sie sind Ordentliches Mitglied im „Ausschuss für Kultur und Medien“. Ich möchte Sie auffordern, mir zu helfen, das Gottfried-Benn-Zitat, das Sie heute morgen in Berlin gebraucht haben, zu verifizieren:

“Das Abendland geht nicht zugrunde an totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.”

Im Werk, in Briefen, in irgendeiner Biografie?

*

„Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten." (So verfiziert im Internet.)



Brief an Herrn Renner (am 14.09. 2018):

In Ergänzung zu meinem Brief - und ich habe mit meinem Benn-Büchern einen schräg/schönen/vergnüglichen Nachmittag beschäftigt):

Benn wörtlich: Ich komme mir vor wie jemand, der seinen Fuß zwischen eine Tür gestellt u. geklemmt hat, aber“ die Tür geht nicht auf. Der Raum, in den sie führt, ist ja schließlich auch imaginär u. langweilig u. von anderen besetzt. Die deutsche, die abendländische Öffentlichkeit ist doch nur noch eine Latrine, auf der die politisch Privilegierten publizistisch unter sich lassen. Der Raum ist eng u. sein Aroma schlecht. Das Abendland geht ja garnicht an Totalitarismus u. S. S. zu Grunde, auch nicht an materieller Verarmung und den Gottwalds und Molotows, sondern dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Begriffen.“ (Original im Brief an F. W. Oelze Nr. 372; Namen können Sie ergoogeln!)

Also vom „hündischen Kriechen...“. Zu finden ist das Zitat (im größeren Zusammenhang, wenn Benn so gerne vom „Abendland“ großmundig schwätzte und sein Freund es gerne hörte) im Brief an F. W. Oelze (Bd. 1945 – 1949. Frankfurt/M, im Fischer Taschenbuchverlag. Mai 1982, Nr. 372 vom 15.IV.1948), S. 136 ff.)

Ich gebe keinen DEUT auf die Briefe und „philosophischen Schriften“ von Gottfried Benn. Seine Lyrik ist mir wahrhaft kostbar – und Sie werden keinen Deutel aus ihnen schöpfen, wenn sie in der AfD et coram Bundestag rumdeuteln wollen.

Okay: So formuliert ein Niederländer, der ich von 1944 bis 1969 war, bevor ich Deutscher in Europa wurde: „Ik geef er geen' koperen duit voor (Dafür geb' ich keinen kupfernen Deut), aber auch in der deutschen Sprache gilt: Aus Nationalem oder Emotionalem oder braucht mensch in der politischen Sprache keinen Deut auszudrücken, wenn er dem.


Ob dem Benn auf Maul zu schauen – oder dem Luther in seinem Lebenswerks – Man müsste als eine „Alternative“ erkennen, dass Luther immer mehr sprachmalerische Formulierungen entdeckte; der Preis dafür ist manchmal eine größere Entfernung vom Grundtext. Dass die ästhetische Qualität zum Erfolg seiner Übersetzung beitrug, fiel auch Gegnern auf: „Er [Luther] deudtschts nach dem Klange...“

Und was so im Bundestag gedeutelt wird: Das GeRede der AfD hat keinen Klang, keine Volksstümlichkeit, dies irgendwie dem Poeten (Benn) oder dem Volke (der Deutschen, einschließlich Europe) entsprächen. Sie, die Sprache der AfD, wie Benn es 1948 schrieb, entspricht: „Der Raum ist eng und sein Aroma schlecht.“ - Und wenn die AfD nach draußen, in die Städte geht, gerät das Gerede zur Hetze. Es fehlt die deutsche Denke, wie eine Anekdote 1849 uns lehren kann, als man die deutsche Republik realiter lobte, um sie zu erfinden:

„ Es machte einen tiefen Eindruck, als der Soldat Denk in fließender Rede seine Begeisterung für Durchführung der Reichsverfassung zu Gunsten des deutschen Volkes aussprach; aus vieler Tausende Mund erscholl ein donnerndes Hoch!“ (Neue Rheinische Zeitung. Nr. 300. Köln, 17. Mai 1849)

Herr Martin Erwin Renner, AfD, Sie geben „Diplom-Betriebswirt“, als Beruf; ich möchte Sie bitten, dass Sie Fragen wie Zitate oder Schriftsteller aus medial oder literarisch kundiger Hand klären lassen, bevor Sie an die Öffentlichkeit treten. Und Ihr Gepäck als „Alternative“-Vertreter müssen Sie schon begründeter vortragen, um nicht ad absurdum zu wirken.


Vom „hündischen Kriechen“ - Benn hat in seiner Lebensspur seine Spuren zuerst in einem lyrischen Werk von Verkrebsten, von Leichen gar – dann in der Appetenz des faschistischen Gestanks – und nach dem Krieg von 1945 an im Dunstkreis der Militärischen, denen er sein Überleben in „Deutschen Reich“ („unter den Offizieren“) verdankte. Er ist – schon früh-senil, ein alter Mann; und sich nie „gemein“ (d. h. hier verfassungstreu) gemacht mit den Politikern oder den wahren Intellektuellen der Verfassung oder in den Universitäten der BRD. Nein, er war ein ewig alter Mann, und hat seine Begriffe von den Griechen hergeleitet: „Zoon politikon ein griechischer Mißgriff, eine Balkanidee! Wer für die politische Welt plädiert, kann das nur als Kaprice tnn“ (Aus: Der Glasbläser. In: „Der Ptolemäer“). Oder im „Berliner Brief, Juli 1948“ führt er genau dieses misanthropische Geschwätz des „Zoon politikon“ weiter: „– das ist der Keim des Untergangs, der sich jetzt vollzieht“. Benns Leben war zu allen Zeiten ein „hündisches Kriechen“ im Prekariat des Unterleib oder bei den Faschisten oder im Offizierswesen - oder im Lyrischen metaphorisch taumelnd von den Verfallsideen des Menschen.


Wenn S i e oder Ihr Fähnlein der „Alternativlingen“ in der Generaldebatte, die heuer läuft bei TV PHOENIX, sind über Alter und Dummheit erklären wollen – schlagen ich Ihnen ein gesichertes Zitat von Einstein vors Gesicht: "Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz." (In: „Neun Aphorismen, in: Essays Presented to Leo Baeck on the Occasion of his Eightieth Birthday, London, East And West Library, 1954)

* *

Es ist das frühe oder späte „Hodenglück“, am deutlichsten im Erguss des Faschismus.

In einigen wenigen Lyrismen von “Fernen“ vom „Blau“können Männer oder Männchen sich berauschen an … Metaphern ...

„Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Stand-punkt.“ (Albert Einstein)


Von Bennschen „Kommt“, die 3. und 4. leicht ge-deutete Strophe):


Allein in deiner Wüste,
in deinem Gobigraun –
du einsamst, keine Büste,
kein Zwiespruch, keine Fraun,


und schon so nah den Klippen,
du kennst dein schwaches Boot –
kommt, öffnet doch die Lippen,
wer deutet*), ist nicht tot.
(1955)

*) Notabene: Hier habe ich den Poet HB „willkürlich gedeutet“, es muss „redet“ heißen.

Post Scriptum:

Äh: I H R E Deutung?


... eine un-sägliche Geschichte (im Film; noch mehr. in der Geschichte!): D e r F a l l G u s t l M o l l a t h

                       

Kafka [...- huch - er ist immer schon da!]



Ich lese und sehe mir an  diesen elend-guten Film – ja, gut gemacht ist er: auch mit den Stars Liefers und Koschitz [pardon. Julia Koschitz; meine Lieblingsfilmschauspielerin in ihrer/meiner Generation!] - und gelesen habe, auch die Fernsehkitik: „Kafka in Bayern. Surreal, komplex und tragisch“*]: _ Gefangen. Der Fall K. - Und ich schlage nach, in den kirchen-amtlichen Registern, äh: in "Kirche im SWR":

Aufregen - die erste Bürgerpflicht? - Von Annette Bassler, Mainz, Evangelische Kirche: 2013: https://www.kirche-im-swr.de/beitraege/?id=15867

*] In: tv-Spielfilm  28. Juli. S. 179]

Was könnte ich mich aufregen! Das geht schon morgens los- im Auto. Stop and go. Überall verstopfte Straßen wegen Bauarbeiten. Beim Warten höre ich die Nachrichten. Aber die machen es auch nicht besser. Chaos auf dem Mainzer Hauptbahnhof dauert an, heißt es. Was könnte ich mich aufregen! Dabei habe ich mich vom Fall Gustl Mollath und dem NSA- Abhörskandal noch gar nicht abgeregt.
„Man könnte sich den ganzen Tag aufregen. Aber man ist nicht verpflichtet dazu." Den Satz habe ich mir auf meinen Schreibtisch gestellt. Weil ich meine: Aufregen ist nicht die erste Bürgerpflicht.
Ehrlich gesagt rege mich vor allem deshalb auf, weil ich enttäuscht bin. Dass die Bahn in Mainz das nicht hinkriegt- wo ich doch so an die Bahn geglaubt habe! Dass unsere Justiz das mit dem Gustl Mollath nicht hingekriegt hat. Wo ich doch so an unseren Rechtsstaat glaube. Und dass die Amerikaner uns ausspionieren- trotz oder mit Präsident Obama! Da könnte man doch glatt den Glauben an das Gute in der Welt verlieren, oder?


[Die Forts. bitte nachlesen!)

*

Die Assoziaiton „Kafka in Bayern“ - hat mich gefangen. Ich schäme mich für all aas Gerade über Kafka, 100. Todestag etc.. Surreales etc., in der Kunst, in den Gesellschaften.

Wer diesen Fall Mollath verursacht, verselbstätigt hat: Justiz, Psychiatrie. Bankensystem. Ehefrau [auch: Ehemänner; die erledigen so was mit Femizid!] ... - ja: möglich macht; hat den Franzl' wahrlich- k a k a e f k übertroffen:








Anthologie: Eduard M ö r i k e: "E r i s t's"

 


Eduard M ö r i ke : „E r  i s t 's“

-

https://www.youtube.com/watch?v=bR6Sejj52AU

https://www.youtube.com/shorts/kj_tFsHVz4s

https://www.youtube.com/watch?v=2OUpMzI7NWk

https://www.youtube.com/watch?v=9ml6YoFL95k

https://www.youtube.com/watch?v=bR6Sejj52AU

https://www.youtube.com/watch?v=CKdLvAjEobM&t=67s

https://www.youtube.com/watch?v=FucxeMiA9MY

https://www.youtube.com/watch?v=iTqQKi3Sy-U

https://www.youtube.com/watch?v=Wp2T9c5UTnI

Vertont, von Hugo Wolf:

https://www.youtube.com/watch?v=ojX9pNbBDvc

https://www.youtube.com/watch?v=iQDnRseL628

https://www.youtube.com/watch?v=SgL0GQSJk2E

https://www.youtube.com/watch?v=FdZUgAYPsYc

Nicola Wwudner: https://www.youtube.com/watch?v=V80BzD5Zdrs

https://www.youtube.com/watch?v=V9qtrTJvfQg

https://www.youtube.com/watch?v=kh9EFw54uvY

https://www.youtube.com/watch?v=isH0igD4Sx0

https://www.youtube.com/watch?v=3mqVX8mK5d4

https://www.youtube.com/shorts/0mOumn25tcQ

https://www.youtube.com/shorts/jXJ75OFKpww

https://www.youtube.com/watch?v=xk1shp38uj4

https://schulefaehrstrasse.hamburg.de/wp-content/uploads/sites/195/2020/03/Er-ists.pdf


Vom „Inntalchor“ her:

https://www.youtube.com/watch?v=LsExwirLJP8&t=15s

* * *

Und „Der Feuerreiter"" als Zusatz:

https://www.youtube.com/watch?v=D-KXglkzJek

https://www.youtube.com/watch?v=CKdLvAjEobM&t=67s

https://schulefaehrstrasse.hamburg.de/wp-content/uploads/sites/195/2020/03/Er-ists.pdf




Freitag, 26. Juli 2024

Verheißen für L e i b und S e e l e (in menschlicher S p r a c h e)

  

M i t   L E I B  und  S e e l e



Kleine Morgenandacht: mit großßer Wirkung:

Irgendwo blüht der Jasmin“ von Pfarrerin Silke Niemeyer


Pfarrerin Silke Niemeyer. . Deutschlandfunk Kultur. 23.07.2024 06:20


Juli! Es ist wieder die Zeit, da kann es passieren: Unversehens wirst du für einen Moment von einem betörenden Duft umhüllt, wirst weggetragen ins Paradies. Ich bin sicher: Im Paradies riecht es nach Jasmin. Wenn mich so eine Jasminwolke findet und mich aufnimmt, dann denke ich an Etty Hillesum. Und an das, was sie an einem Julitag in ihr Tagebuch geschrieben hat:

 

"Der Jasmin hinter dem Haus ist jetzt ganz zerzaust vom Regen und den Stürmen der letzten Tage, die weißen Blüten treiben verstreut in den schmutzigen schwarzen Pfützen auf dem niedrigen Garagendach. Aber irgendwo in mir blüht der Jasmin unaufhörlich weiter, genauso überschwänglich und zart, wie er immer geblüht hat. Und sein Duft verbreitet sich um deinen Wohnsitz in meinem Inneren, mein Gott. Du siehst, ich sorge gut für dich. Ich bringe dir nicht nur meine Tränen und ängstlichen Vermutungen dar, ich bringe dir an diesem stürmischen, grauen Sonntagmorgen sogar duftenden Jasmin." (1)

 

Etty ist 28, als sie das schreibt, Jüdin, Sozialistin, studierte Juristin. Knapp anderthalb Jahre später ist sie tot. Sie hockt in Amsterdam in Furcht, dass sie über Westerbork nach Auschwitz deportiert wird. Und schreibt vom Jasmin, der in ihr blüht! Und von Gott, für den sie gut sorgt und dem sie die duftenden Blüten schenkt. Jedes Mal, wenn ich ihre Zeilen lese, macht mich das fassungslos. Ich könnte das nicht. Nein, das könnte ich nicht. Ich weiß nicht einmal, ob ich überhaupt ein Wort für Gott hätte in so einer Lage, oder ob er nicht gestorben wäre für mich. Und wenn, dann würde ich ihn wohl anschreien: Sorg du für mich! Rette mich. Verlass mich nicht.

Sie aber schreibt:

"Ich will dir helfen, Gott, dass du mich nicht verlässt, aber ich kann mich von vornherein für nichts verbürgen. Nur dies eine wird mir immer deutlicher: (...) Es ist das Einzige, auf das es ankommt: ein Stück von dir in uns selbst zu retten, Gott. (...) Und mit fast jedem Herzschlag wird mir klarer, dass du uns nicht helfen kannst, sondern dass wir dir helfen müssen und deinen Wohnsitz in unserem Inneren bis zum Letzten verteidigen müssen."

Etty Hillesums Worte haben in ihrer Unglaublichkeit eine Kraft, die überwältigend ist. Eben weil sie nicht von einer hohen Theologie herabkommen, sondern aus tiefstem Seelengrund aufsteigen, ganz ehrlich, ganz einfach, aus Liebe zum Leben, aus Menschlichkeit. Man darf keine Lehre, keine Moral aus ihren Sätzen ziehen. Aber über sie staunen, das ist für mich ein Gottesgeschenk. Der Jasmin blüht. Wie sein Duft umgibt mich Ettys Gebet.

Literaturangaben:

  1. Die Texte sind entnommen aus: Das denkende Herz der Baracke. Die Tagebücher von Etty Hillesum 1941–1943,  erschienen im Herder Verlag, Freiburg 2022, S. 208-210

* * *

Jetty Hillesum: Ich habe meinen Körper wie Brot gebrochen und ihn unter den Männern ausgeteilt. Warum auch nicht, sie waren ja hungrig und hatten es schon so lange entbehrt.“

(In der Neuausabe von E.H.: ich will, ja: Sie könnte als die Christin dieser Zeit“ gellen, äh: gelten: genaur gesagt im Buchtitel: „Ich will die Chronistin dieser Zeit werden“. München: C.H.Beck.. 2023. S. 696):

Jesus hat nicht anderes bei seinem letzten Mahl mit sesinesen Jüngesrn gesprochen; und sich gelten lassen, bis es die Christin*innen als Grüdonnerstagmahl verkauften, bis niemand mehr das Brot und das Fleisch haben wollten – wg. Nichtsnutzigkeit: Matthäus: 26. 26 „Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte:...“ Was die Einsetzugsworte ausgelöst haben, kann man auch Wikipedia nachlesen: https://anthrowiki.at/Einsetzungsbericht#Einsetzungsberichte_der_Heiligen_Schrift

Das „Heiland-Weibchen“Weibchen Etty Hillesum, so möchte sie sich nennen, hat den jüdischen Männern/Frauen/Kindern geholfen: um in den Himmel zu kommen, den die deutschen Faschisten verordnet hatten; einen Himmel, den es nach jüdischer Tadition nicht gibt. Himmel gibt es nur als Erinnerng, als Nachleben beim Bewusstsein der irdischen Überlebenden.

Für mich gilt Etty Hillesums großes Versprehen, nicht nur wie dn Geruch der Natur mit Gottes Erfahrung verbunden kann; >> sondsern wir sie sich selbset verteilt>> Heilands-mäßig. >> in schlimmen großen TodesTagen, war sie da jeden mensch er-eilen-kann: denke ich, wenn es ein Gott git: möche-ich-auch-von-Etty-Hillesum oder einen anderen geistlich inspirierten Menshen ge-bene-di-gt wrrden: >> und-dann-meine-Todesängste-über-winden.


Wie Jesus auch in seiner L e i b -Speise beteiligt war; und wire in den Wunderszenen des Lebens Jesus – immer eine Begegnung mit der Geist-Gestalt uns bereitet wurde ....

*

Weibchen] Vgl. René Schickele: "Himmlische Landschaft: Der Kuckcuck: Jeder Kuckuck hat sein Reich, über das er selbstherrlich gebietet – solange nichts los ist. Er mag den ganzen Tag sein Reich mit majestätischen Paukenschlägen beherrscht und gegen jeden Eindringling behauptet haben, sobald das Weibchen seinem Lockruf folgt und in seinem Revier einkehrt, ist es aus mit der Majestät. Alle Ordnung bricht zusammen, sogar die Eifersucht. Auf das aufreizende Kichern 'Higigigik'« des Weibchens verlieren die Selbstherrscher der benachbarten Königreiche Kopf und Krone und stürzen in selbstvergessener Wildheit herbei. Und der Arme, kaum beglückt, muß zusehn, wie sie sich einem nach dem andern hingibt – wenn ihm nicht gar der Nebenbuhler zuvorkommt und er, der sie angelockt hat und beinahe schon besaß, um einen Platz und noch einen und noch um einen zurück muß."


 

 

Dem Buch zum G r u s  s. Quint Buchholz: "Der Gruss" (Edition Inkognito. Berlin)

Donnerstag, 25. Juli 2024

20. Juli 1944 - Einiges von A n n e F r a n k :

 

Zu den Meldungen, mitgeteilt  von  A n n e  F r a n  k:

                                          Anne Frank; verwischte Optik nach dem 'Tagebuch der Anne Frank'. Ffm. 1992.



Nachrichten zum 20. Juli 1944:



Im Kirchenfunk/SWR:

"Das Gewissen des Großvaters

von Christopher Hoffmann, Koblenz, Katholische Kirche


Sophie von Bechtolsheimcopyright: Privatfoto

Christopher Hoffmann trifft: Sophie von Bechtolsheim, Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg.

Ihr Großvater hat am 20. Juli 1944 das gescheiterte Attentat auf Hitler ausgeführt. Vor 80 Jahren wurde er nachts im Bendlerblock ermordet. Sophie von Bechtolsheim hat viel Zeit mit ihrer Großmutter Nina verbracht. Wie hat sie ihren Ehemann erlebt?

Sie hat erzählt, dass er eine große Ausstrahlung hatte. Er war aber auch der, der mit den Kindern am Boden rumgekugelt ist und ein totaler Familienmensch war.  Und das deckt sich dann mit dem, was ich dann später gelesen hab, über das, was Zeitzeugen erzählen-eben diese Fröhlichkeit, diese Zugewandtheit. Also so eine ganz große, starke Ausstrahlung, persönliches Charisma.

Sophie von Bechtolsheim ist nicht nur Enkelin, sie ist auch Historikerin. Und sie weiss, dass ihr Großvater die Machtübernahme der Nationalsozialisten zunächst staunend beobachtete, anschließend als Berufsoffizier der Wehrmacht Karriere machte:

Er war kein glühender Gegner, also leider nicht, wie Bonhoeffer, der eben schon 33 erkannt hat, dass die jüdischen Mitbürger existentiell bedroht sind und ja auch gesagt hat: wir müssen die Opfer unter dem Rad verbinden, damit natürlich die jüdischen Mitbürger gemeint hat und auch dem Rad in die Speichen fallen, also sprich den Nationalsozialisten in den Arm fallen und sie daran hindern, Macht auszuüben. Und so hat mein Großvater das wohl nicht gesehen – er musste erst mal einen Erkenntnisprozess durchlaufen.

Forts.:

https://www.kirche-im-swr.de/beitraege/?id=40299

*

https://www.youtube.com/watch?v=MjvUoR4UjeY


Ein großer Film:https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x-history/stauffenberg-und-der-deutsche-widerstand-100.html

von Peter Hartl

Am 20. Juli 1944 hängt Deutschlands Zukunft an seiner Tat: Oberst Stauffenbergs Attentat auf Hitler könnte den Krieg beenden und Millionen Menschenleben retten. Anlässlich des 80. Jahrestags blickt die 90-minütige Doku auf den Tag.


Uud, wws wussten denn schon die Franks in Amsterdam, wo sie die Meldungen vom Londoner Rundfunkt abhörten: „Der Hauptattentäer wurde standrechtlich erschossen“, mitgeteilt am Freitag, 21. Juli 1944“.

- Vergisst man das so leicht?

.Nun werde ich hoffnungsvoll, nun endlich geht es gut. Ja, wirklich, es geht gut! Tolle Berichte! Ein Mordanschlag auf Hitler ist ausgeübt worden, und nun mal nicht durch jüdische Kommunisten oder englische Kapitalisten, sondern durch einen hochgermanischen deutschen General, der Graf und außerdem noch jung ist. Die »göttliche Vorsehung« hat dem Führer das Leben gerettet, und er ist leider, leider mit ein paar Schrammen und einigen Brandwunden davongekommen. Ein paar Offiziere und Generäle aus seiner nächsten Umgebung sind getötet oder verwundet worden. Der Haupttäter wurde standrechtlich erschossen.

Der beste Beweis doch wohl, dass es viele Offiziere und Generäle gibt, die den Krieg satt haben und Hitler gern in die tiefsten Tiefen versenken würden, um dann eine Militärdiktatur zu errichten, mit deren Hilfe Frieden mit den Alliierten zu schließen, erneut zu rüsten und nach zwanzig Jahren wieder einen Krieg zu beginnen. Vielleicht hat die Vorsehung mit Absicht noch ein bisschen gezögert, ihn aus dem Weg zu räumen. Denn für die Alliierten ist es viel bequemer und auch vorteilhafter, wenn die fleckenlosen Germanen sich gegenseitig totschlagen. Umso weniger Arbeit bleibt den Russen und Engländern, und umso schneller können sie wieder mit dem Aufbau ihrer eigenen Städte beginnen. Aber so weit sind wir noch nicht, und ich will nichts weniger, als den glorreichen Tatsachen vorgreifen. Trotzdem merkst du wohl, dass das, was ich sage, die Wahrheit ist, nichts als die Wahrheit. Ausnahmsweise fasele ich nun mal nicht über höhere Ideale. Hitler ist fern. [...) - (So Anne Frank; wohl mit der Stimme des Vaters im Rücken ... - Übersetzung von Mirjam Pressler. Ffm. 1992. S. 310)

*

- Warum hört man dieser Kunde, via Amsterdam nichts in deutschen Nachrichten und Kommentaren zum 20. Juli 1944?.-



Montag, 22. Juli 2024

Wie sich K A F K A mehrmals v e r -s c h r e i b t; wenn er das ES seiner Träume zügellos t r e i b e n lässt (und Aphorismen schreiben will)

Notabene: Eine Frau [*äh: auch ein Mann!], die/der gerade ihren Mann  [*seine Frau!] verloren hatte, konnte über den Aphorismus „Männer [*Frauen]sind wie Wolken, wenn sie sich verziehen, kann es ein schöner Tag werden“, nicht lachen. (www.cn-online.de,

                        Kafka im Käfig eines Buches.

ER, names Kafka: als Schreiber-Ich: fühlt sich bejagt:

>>> Nochmals: Kafka:

Das Pferd des Angreifers zum eigenen Ritt benützen. Einzige Möglichkeit. Aber was für Kräfte und Geschicklichkeiten verlangt das? Und wie spät ist es schon!

Buschleben. Eifersucht auf die glückliche, unerschöpfliche und doch sichtbar aus Not (nicht anders als ich) arbeitende, aber immer alle Forderungen des Gegners erfüllende Natur. Und so leicht, so musikalisch.

Früher wenn ich einen Schmerz hatte und er verging, war ich glücklich, jetzt bin ich nur erleichtert, habe aber das bittere Gefühl: "wieder nur gesund, nicht mehr"

Irgendwo wartet die Hilfe und die Treiber lenken mich hin.“

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Notabene versteht sich, daß der Dichter nichts seyn muß als Dichter, denn wenn er zum Exempel ein Schuster dabey wär, so ists was anders, da scheint die irdene Form der Schusterphysiognomie durch, und verschlingt die wellenartige Züge des Dichters für ein gemeines Auge ganz, welche vielleicht Lavaters Adlerauge auf dieser Welt ganz allein noch aufzuspüren vermag. (Musäus, Johann Karl August: Physiognomische Reisen. Bd. 2. Altenburg, 1778]


Kafkas Notate zum 7. und 9. März 1922. 

Gestern der schlimmste Abend, so als sei alles zu Ende.

Das war aber nur Müdigkeit, heute aber neuer, den Schweiß aus der Stirn treibender Angriff. Wie wäre es, wenn man an sich selbst erstickte? Wenn durch drängende Selbstbeobachtung die Öffnung, durch die man sich in die Welt ergießt, zu klein oder ganz geschlossen würde? Weit bin ich zu Zeiten davon nicht. Ein rücklaufender Fluß. Das geschieht zum großen Teil schon seit langem.

Das Pferd des Angreifers zum eigenen Ritt benützen. Einzige Möglichkeit. Aber was für Kräfte und Geschicklichkeiten verlangt das! Und wie spät ist es schon!

Buschleben. Eifersucht auf die glückliche, unerschöpfliche und doch sichtbar aus Not (nicht anders als ich) arbeitende, aber immer alle Forderungen des Gegners erfüllende Natur. Und so leicht, so musikalisch.

Früher, wenn ich einen Schmerz hatte und er verging, war ich glücklich, jetzt bin ich nur erleichtert, habe aber das bittere Gefühl: »wieder nur gesund, nicht mehr«.

Irgendwo wartet die Hilfe, und die Treiber lenken mich hin.

>> Hiilfe/Hilfe: Da werden Träume und Metaphern zu rücklaufenden Flüssen/Flüßchen - und Metaphern wehren sich: Man/äh, mensch: Da wird er getroffen von Schweif seines Pferdes, das man nicht gesattelt hat: Obacht, nota bene! - Mensch selber steht hilflos da: Und bis szu einem vortreffffffflichen Aphorismen ist es ein weiter Weg; dem man dann als via mea  ...

Notabene: «Das einzig Konsequente an mir ist meine ewige Inkonsequenz.» (Oscar Wilde) – Ergo: BeneNota! - "Zum letztenmal Psychologie!" befahl sich Kafka: Ergo-ergamus:


Ein L e s e -Versuch!

Verlagswerbung. Jäggy:

https://www.suhrkamp.de/epub/fleur-jaeggy-die-seligen-jahre-der-zuechtigung-t-9783518779033?utm_source=google.com&utm_medium=ad&utm_campaign=pmax&gad_source=1&gclid=CjwKCAjwhvi0BhA4EiwAX25ujyEkGo0zPto6oG3eUcD_3xNCdx5jB4XeHCVfVeL_lqbEg1pdmlFtwxoCB0YQAvD_BwE


Yeah: Novalis: !Der Tod ist eine Selbstbesiegung – die, wie alle Selbstüberwindung, eine neue, leichtere Existenz verschafft.“ Komische lkktgüen[Äh; du, WATTMUTTDATTHEISENTUEN?], von Frauen hochgelobt: ein Bomnot von Susan Sontag ist angegeben: "Eine wunderbare, wilde Autorin" (Worauf sich das bezieht, verschweigt die Verlagswerbung.) Doch im Büchelchen: S. 22. Lapidar, ohne zu zitieren vermerkt sie, die Autorin: „Ich hatte ein paar Sätze von Novalis über den Selbstmord und über Vollkommeheit gelesen“: Sie zitiert sich und Novalis nicht mit „diesen Sätzen“; sie bespricht nicht, wie wo-und wie woher und warum sie diese Sätze (aus welchen Lesebuch**??) hätte mit ihrer Freundin, die nie Novalis verstand/vrseheen wollte; wohl aus denn „Fragmente“. - Äh: Aber sie hat diesse femde Wesen geliebt /daf man vermuten!].  

- ergo-also, muss ich anf eine Schullektüre-Ausgabe warten, um den Text erklärt zu kriegen? Danke des Anklangs. Alle Angaben werden angerissen, nicht auserzählt: ihre Beschreibungen werdens mit jahrzehntenlangen, späteren Erklärungen verbunden; ihre Schulerlebnisse sind bannananananal. Nixxxxxx authentisch.

Und schon hat sie Lese-Nachfolge-Gemeinschaft bei Suhrkamp: »Ein Taschenbuch von etwas mehr als hundert Seiten, das wirklich noch in jedes Reisegepäck passt und trotz schneller Lektüre lange nachhallt. Ich habe es direkt zwei Mal hintereinander gelesen und widme mich jetzt dem weiteren Werk dieser Ausnahmeautorin.« Maria-Christina Piwowarski - Wenn Sie** Bedarf hätten: https://www.blauschwarzberlin.de/maria-christina-piwowarski

Meine Lektüre endet hier, mit dem hingeworfenen Signum Novalis.- Ich erzähle mir meinen Schulgeschichte(n) selber; einschließlich der -tinnen**.

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Sonntag, 21. Juli 2024

20. Juli!! - Abseits von den adeligen, linken, gewerkschafltichen, religiösen H e l d e n, die wir zu feiern gewohnt sind: eine junge Frau, eine Mutter:

      Ein Beispel, ein Leben, einige Briefe – von Liane (oder: Lanka] Berkowitz, deren Leben am 5. August 1943 endete; hingerichtet in dem Todes-Schuppen im Berlin-Plötzensee:

>Auf einem Klassenausflug, im Jahre 1963; damals wussten wir nur von dem militärischenTteil des Widerstands, am 20. Juli 1943 <




So ist zu schreiben, von  einer Frau, einer  M u t t e r, dreiundzwanzig Jahre alt: [[Mir unbegreiflich!]

In ihrem Abschiedsbrief, den sie kurz vor ihrer Hinrichtung am 5. August 1943 verfasst, schreibt sie:

Meine einzige teure Mamotschka!
Es ist aus. Heute, wenn es dunkel geworden sein wird, lebt Deine Lanka nicht mehr. Mein Trost und meine Hoffnung ist meine kleine Irka, die ja Gott sei Dank keine Ahnung hat von allem, was um sie vorgeht. [...]
Erzieh Irka zu einem klugen, tüchtigen Menschen, lasse sie so viel wie möglich lernen. Lehre sie, unerschütterlich an Gott zu glauben und an Gottes ewige Liebe und Gerechtigkeit. [...] Lasse sie in der griechisch-orthodoxen Kirche taufen.  [...]
Ich glaube an Gott, an das ewige Leben und daran, dass wir uns wiedersehen werden. Ich werde im Jenseits für Dich und für Inotschka beten und euch beschützen. Ich bin ruhig und gefaßt und fürchte mich nicht  vor dem Tode. [...]
Die letzten Monate, besonders die Zeit seit der Trennung von Ira waren mir unerträglich schwer und ich freue mich einesteils, dass diese Quälerei jetzt bald zu Ende ist. Gott war mir sehr gnädig. Er hat mich alles erfahren lassen, was eine Frau erfahren kann: Er hat mir ein Kind gegeben. Ich bin wenigstens, wenn auch nur kurze Zeit, Mutter gewesen, und dies ist das Schönste, was es gibt.  [...] Jetzt wende ich meine Gedanken und Sinne Gott zu und bereite mich vor, zu Christus zu gehen in Vertrauen auf Seine Liebe und Gnade. [...]
Ich umarme, grüsse, küsse Dich zum letzten Mal, küsse Deine Hände und empfange Deinen Segen
Deine ruhige, unglückliche                     Lanka

Die Briefe, die Liane Berkowitz aus dem Gefängnis an ihre Mutter schrieb, unterschieb sie mit „Lanka“ oder „Lana“, vgl. Johannes Tuchel: Motive und Grundüberzeugungen des Widerstandes der Harnack/Schulze-Boysen-Organisation. Zum Denken und Handeln von Liane Berkowitz. In: Kurt Schilde (Hg.): Eva Maria Buch und die „Rote Kapelle“. Erinnerungen an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus, 2. Auflage Berlin 1993 (1. Auflage 1992)

https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/totenbuch/recherche/person/berkowitz-liane



Meine Aufnhme, 1963, von der unwürdigen Hinrichtungsstätte in Berlin-Plötzensee, mit den Fleischereihaken; die Drahtschlingen wurden abgenommen.

Samstag, 20. Juli 2024

E i n kleines M e m e n t o


Memeto für eine liebe  F r a u   N a c h b a r i n:

   

[Ein Brief] Lieber K. 

liebe Familie D.  -


Wie nach einem Blitz, wenn mensch überlebt hat,  hat uns Eure Anzeige für Eure Mutter - mit einem schönen Foto von R. -, im Grünen, wahrscheinlich in Eurem Garten - in der Zeitung gesehen, so dass wir sofort die Lebenssignatur von Eurer geliebten Frau und Mutter ersehen konnten: freundlich, natürlich, immer den Nächsten zugewendet.


Am Samstag haben wir es ein bisschen gescheut, zur St.-Markus-Kirche zu kommen; obwohl Ihr bestimmt gut für die notwendigen Abstände vorgesorgt habt.


Anton hat sich erinnert, dass er vor langen Jahren mit R. Gedichte von Wilhelm Lehmann besprochen hat; deshalb ein Gedicht von ihm als letzte Gabe für R.:



Wilhelm Lehmann:

Letzte Tage


Ausgelaufen ist der Krug.

Erde spricht, es ist genug.


Chrysanthemen hat ein Freund vors Bett gestellt,

Lockenhäupter, Würzgeruch der Welt.


Ehe meine Finger kalten,

Fühlen sie die Lust, die Stengel festzuhalten.


Halt ich so das letzte Stück der Zeit noch aus,

Bringt das große Qualenlose mich nach Haus.

(1968 geschrieben, als sein letztes Gedicht im Krankenhaus in Flensburg; 

als Siegfried Lenz ihn besucht hatte)


Wir erinnern uns gerne an die Jahre mit Euch als N a c h b a r n  am Elper Weg.- 

02.März 2021


*


Wilhelm Lehmann, Zeitung lesend -

Von A r t e n und U n - A r t e n; sommerlich

 


          






Ausruhend  < .... ich bin ihn gegangen, den Sigmund-Freud-Wanderweg, in Oberbozen/Klovenstein <empfehlenswert> (2022).

https://www.suedtirolerland.it/de/freizeit-aktiv/berge-wandern/in-bozen-umgebung/freud-promenade-am-ritten





I c h will nicht  laut  s ch r e i e n  m ü s s e n:

# # Religion & Judentum & Freud als Jude: ein B e i s p i e l von Sigmund Freud :

Ich mochte zehn oder zwölf Jahre gewesen sein, als mein Vater begann, mich auf seine Spaziergänge mitzunehmen und mir in Gesprächen seine Ansichten über die Dinge dieser Welt zu eröffnen. So erzählte er mir einmal, um mir zu zeigen, in wieviel bessere Zeiten ich gekommen sei als er: Als ich ein junger Mensch war, bin ich in deinem Geburtsort am Samstag in der Straße spazieren gegangen, schön gekleidet, mit einer neuen Pelzmütze auf dem Kopf. Da kommt ein Christ daher, haut mir mit einem Schlag die Mütze in den Kot, und ruft dabei: Jud, herunter vom Trottoir! »Und was hast du getan?« Ich bin auf den Fahrweg gegangen und habe die Mütze aufgehoben, war die gelassene Antwort. Das schien mir nicht heldenhaft von dem großen starken Mann, der mich Kleinen an der Hand führte.

Freud, S. (1900a): Die Traumdeutung. GW II/III: 202f

*

Was machen heute, wahrshcinlich Juden jedenfalls Israelisten, an den Computern, im Himmel immerdar, am Steinern Dom über Isreal: auch in den Panzern, die mutigen Burschen [die die Befehle nicht verweigern]; #h, nein: Frauen nicht in den Paazern; das kann mann nicht verlangen – sie durch Töten und machen die Städte/Stadten zu Trümmmmmmmmer-Stätten: Domizid genannt– und finden täglich wieder Hammas-Kämpfer >> wie immer > > immer wieder >> auf Jahrzehnte hinaus – auf Jahrhunderte hinweg: Sie müssen sie töten! Hat der alt-testamentliche Gott oder G # t t  den Befehl gegeben:

Jes 1, 20: Wenn ihr euch aber weigert und auflehnt, werdet ihr vom Schwert gefressen. Ja der Mund des HERRN hat gesprochen. [Oder zehn, zwanzig andere Textstellen vom zornigen Gott! Gilt immer, immerzu: semper idem]

>>Äh, daaaaaaaaas kann mensch h i n - weginterpretieren; du Sdist, äh: Antijudaist. Äh: Antisemit; äh: du Unrechts-A n k l ä g er gemäß den UNO—Ordnungsregeln!- Convention on the Prevention and Punishment of the Crime of Genocide. Adopted by the General Assembly of the United Nations on 9 December 1948 Official texts: Chinese, English, French, Russian and Spanish. Registered ex officio on 12 January 1951.

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Aber, noch dieser Ausweg aus einem Antijudaismus; oder ist es nur ein dämlicher Unglauben, nicht-israeltisch:

: Angesichts der neuen Verfolgungen fragt man sich wieder, wie der Jude geworden ist, und warum er sich diesen unsterblichen Haß zugezogen hat. Ich hatte bald die Formel heraus: Moses hat den Juden geschaffen, und meine Arbeit bekam den Titel: Der Mann Moses, (...). Sigmund Freud. Briefe 1873-1939 (ausgewählt und herausgegeben v. E. und L. Freud): Frankfurt/M.: Fischer 1968: 436 (Wien, 30.9.1934 an Arnold Zweig)

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https://www.suedtirolerland.it/de/freizeit-aktiv/berge-wandern/in-bozen-umgebung/freud-promenade-am-ritten

Wdas mich immer wieder trösten kann:



Schlumbergera truncata
 ist eine Pflanzenart in der Gattung Schlumbergera aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton truncata stammt aus dem Lateinischen, bedeutet ‚gestutzt‘ und verweist auf die gestutzten Triebabschnitte der Art. Deutsche Trivialnamen sind „Gliederkaktus“ und „Weihnachtskaktus“. Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlumbergera_truncata - Am 20.07.2024.