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Montag, 16. September 2013

Kafkas Studien begreffs der M a t u r a


Kafkas M a t u r a - e i n S c h w i n d e l?


Nachzulesesn in Kafkas „Brief an den Vater“


„Mich interessierte der Unterricht - und nicht nur der Unterricht, sondern alles ringsherum in diesem entscheidenden Alter - etwa so wie einen Bankdefraudanten, der noch in Stellung ist und vor der Entdeckung zittert, das kleine laufende Bankgeschäft interessiert, das er noch immer als Beamter zu erledigen hat. So klein, so fern war alles neben der Hauptsache. Es ging dann weiter bis zur Matura, durch die ich wirklich schon zum Teil nur durch Schwindel kam, und dann stockte es, jetzt war ich frei. Hatte ich schon trotz dem Zwang des Gymnasiums mich nur um mich gekümmert, wie erst jetzt, da ich frei war. (…)“
Nachdem ich wiederholt Passagen aus diesem wahren Mentekel zur Vater-Sohn-Problematik als Klausurthema gestellt hatte, machte mich ein Schüler auf die leicht verschwiegene Aussagen von Franz K. aufmerksam: Was oder wie war das mit seinem Abitur, die natürlich „Matura“ heißt.
Keine Ahnung!
Nun, ja, nachlesbar ist: Der Brief ist 1919 verfasster, niemals abgeschickt; blieb aber erhalten; posthum 1952 in der Neuen Rundschau[ - der Literaturzeitschrift des S. Fischer Verlags - veröffentlicht; ein grundlegender Text für psychoanalytische und biographische Studien über Näheres bei Wikipedia:


Die erste Seite der handschriftlichen Fassung des unvergesslichen Briefes.

Kafka?


Das kafkasche Abiturzeugnis vom Juli 1901 ... ist faksimiliert bei Wagenbach und hier, das Maturitäts-Zeugnis.

Weiterhin: keine Ahnung!

Nun lese ich Anderes, mir Willkomenes, Genaueres:

In Reiner Stach, biografischem Datenwerk „Ist das Kafka? 99 Fundstücke")

Ein Beteiligter überlieferte das: Und so verlief – wahrscheinlich – der Weg, sich die Matura, bzw. die Mühen vor und wg. und zur Matura - zu versüßen:

Wer guggeln kann, findet den Text, der von dem Mediziner Hugo Hecht (1883 – 1970), einem langjährigen
Klassenkameraden FK.s, überliefert wurde:


(Dort sind alles Quellen angegeben. Und sie werden sehr schön, d.h. philologisch würdig und kafkasch (nicht etwa: kafkaesk.):


Aus den Texten könnte ich very-fine&lecker eine Abiturarbeit konfigurieren, die FK gefallen könnte - aber den "Probanden" gefallen müsste.…

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