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Mittwoch, 5. Dezember 2012

Heil dem Heilwandern!




"Heilwandern?", fragst du.

Nein, das halte ich für kein Neuwort.

Es klingt aber kräftig, mächtig, trächtig, heilvoll, segensreich – zutiefst geheil-, pardon: geheimnisvoll. Ein Kraftwort für Skigebietsmananger oder SchneeEnsemblemanager oder Managementsmanager.

Ja, tatsächlich:
Heilwandern ist noch sehr selten im Gebrauch, bestimmt nicht im Mund des Volkes: Google vermeldet nur „ungefähr 2.360 Ergebnisse (0,26 Sekunden)“.
Also: ein Kontext muss her:

Heilwandern – das bedeutet Ruhe. Loslassen und vor allem nachhaltige Erholung. Alles ohne Pfarrer, ohne bindende Dogmatik oder den furchtbar-unfruchtbaren Verschiss durch Gebote und Gezeter aus sukzessiv-gebundnenen, zölibatären Flü, pardon: Verfluchungen.
Tatsächlich, für den ersten Teil meiner manierierten Suada finde ich den passenden Treffer, aus und für und hinüber und jenseits hinein ins, pardon: in das gnaden- und lift- und hotel- und wirtshausreichen Kufsteiner Land:
Heilwandern – das bedeutet Ruhe, Loslassen und vor allem nachhaltige Erholung für zu Hause. Im Ferienland Kufstein werden auf diese Weise die natürlichen Energiequellen genutzt. Auf einer Qigong-Wanderung durch glitzernden Schnee zum Beispiel genießt man die ganze Kraft der Natur und bringt mit einfachen Übungen in kristallklarer Bergluft Körper und Geist endlich wieder in Einklang.“
Das reißt und treibt mich voll hineine in den notwendigen Skiurlaub, zuvor auf die atemlindernden, kräftigenden Heilwanderungen hin.
Ich verabschiede mich; ich muss mich erholen; ich muss heilwandern; ich muss mich selber segnen und balgen und apres-skierenden Treiben, die seligen Lustbarkeiten von Wörgl oder Auffach, im Schatten :
Pardon:
Ich schnuppere noch mal in die Anzeige auf ZEIT-Seiten: Tirol - Bergwinter genießen:
„Auf einer Heilwanderung durch die Wintermärchenlandschaft führt ein professioneller Energetiker zu tiefer Entspannung.
Und wer den mystischen Steinkreis am Riedenberg bei Thiersee besucht, innehält und für einen Moment die Augen schließt, spürt die eigene innere Mitte und Kraft.“
Aber: Auffach: das gibt es zentral diese mustergültige Kirche, ob im Hochwasser oder im Schneesturm, sie hielt bisher stand. Sie die Mutter des Heilwanderns:
Ja, Auffach – ich suche dich, finde dir, gewikit:

Auffach by Wikipdeia:
Auffach ist eines der vier Kirchdörfer der Gemeinde Wildschönau im Bezirk Kufstein.

Und ich weiß noch: St. Nepomuks Katholozität mit Prediger-Laienspielscharkünsten  betreut(e) die Tal- und Landschaft. Thierbach, der Schatzberg – euch kenn ich. Ihr habt immer ein Heilwandern und ein Ächzen und ein Schwitzen in Sonne und Segel, Sau und Saunieren garantiert.

Ich hebe ab:

Für einen Tag geistiges Heilwandern.
Aber der Name, den habe ich früher meinen Kindern gern erklärt:
„Der Name des Ortes ist abgeleitet von einer früheren Holz-Auffache, einer Vorrichtung, mit der das angeschwemmte Triftholz aufgefangen wurde.“ (s. Wiki): Also: Auffache oder Auffange! Ja, auffachen, das macht aus blödes Holz, dem Triftholz, blondes, zählbares Geld!
Also – neu mir das Heilwandern.
Aber, noch eins: das Kirchdorf als Siedlungstyp, dass schriebe ich mir noch hinter die Ohren, falls noch mal ein Kind mit mir ins Wildschönauer Land reisen will oder wer immer:

„Als Kirchdorf wird ein kleiner Ort mit eigener Kirche bezeichnet, in der regelmäßig Gottesdienste stattfinden. Ist sie auch Sitz eines Pfarrers, spricht man bisweilen von Pfarrdorf.“ (Wiki weiß wal-, pardon. alles.)

Ich habe schon Höhe erreicht: Ich heilwandere mich.

Ich heilschreibe mir (punktlos)
P.S.:
Vergaß ich's? In meinem Rucksack führe ich einen Zungenreinger mit.
Er reinigt mich von jedem Geschwätz; jeder Lüge, allem Sabbel und jeglichem Gequatsche.

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