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Montag, 5. November 2012

"K ä t z c h e n"




Zur Verwunderung, wie viel Journalismus sich einschmeichelt, meist in der traulich-männlichsten Form (Jauch, Augstein, Vertreter von links bis mittig: Publik-Forum und die LINKE). Und allen vollzog sich da eintraulich-schönes Geschmuse von Mann zu Frau…

Marinas Lied ist das schnurrigste, das menschelndste unserer Tage. Ein Lämmchen, Quatsch: ein agnus plebis.

Und welche Katzenmutter bräuchte sie, wenn sie sich schnurrig verinterviewt und ihr makeloses Liedchen singt:

Und wie sie sich distanzeln kann! Durch erneutes Gesinge von ihrer Kein-Bock-mehr-haben-wollen-Tun-Meinen! Das freut Mann und Maus.

Da muss „mann“ sich über die „Krawallform des Journalismus“ erheben, sich um Urquell der Meinungsgesundheit machen:

Mir geht es partout und gänzlich einfacher, familiärer, kindlicher, herziger von den Lippen:

ICH KOMME VON SCHWER EREIGNISREICHER
Nahosterkundung nach Hause, äh: aus meinem Arbeitszimmer, wo ich einen läppischen Vorwurf des Antisemitismus nicht mal ignorieren mochte… - nicht praeventiv, nicht postintensiv.
Töchterchen Japsi – sie hat natürlich einen bürgerlichen Vornamen; irgendwas von Pia Mia Tabea Mara und Marina-Kätzchen-Weich-Schnurrigkeit … - kommt zur Einfahrt gelaufen. Papa!“
„Ja?“
„St. Nikolaus war da! Der hat -“
„Aber, Liebchen! St. Niko kommt erst im Dezember. War es vielleicht St. Martin. Der trollt jetzt schon herum.“
„Nein! Niko! Ganz genau! So war es! Du kannst mir glauben. – Der hat unser Kätzchen getauft.“
Wie – getauft?“
„Ja, der hatte alles dabei. Den Weihschwengel, der so einen komischen Namen ha.t Und Mama war gerade nicht da. Da hat er es umsonst gemacht.
Und wie hat der das gemacht. Ich meine, auf welchen Namen hat er Kätzchen getauft!
„Auf Kätzchen…“
„Da heißt Kätzchen heißt jetzt Kätzchen?
„Ja, mein ich doch.“
„Und wollte Kätzchen das?“
„Ach... Frag’ doch Kätzchen.“
Kätzchen war noch nicht aufgetaucht. Sie mag keine stinkenden Autos. Bzw. Patriarchen, die aus der Bücherwelt kommen.
„Na, rufen wir sie mal: Kätzchen!“
„Kätzchen!“
„Ah, siehst du, sie wartet an der Garderobe.“
„Sie hat die taz schon in den Krallen… - Siehst du?“
„Nun. Kätzchen. Wolltest du getauft werden.“
„Ja, miau, ja, sehr wohl.“
„Und wie wolltest du denn heißen?“
Sie scheut ein wenig.
„Hej, Kätzchen…?“
„Miaumiez. Ich wollte Pia Mia Tabea Mara …”
„Mehr konnte sie sich wohl nicht merken. Ist eben ein Kätzchen!“

Wer mag das gesagt haben. 
In seiner Traumseligkeit von Kätzchen und Eingetauftem.

In seinem Traun-für-wahr-Geträumt-Haben?
Töchterchen? 
Väterchen? 

Kätzchen?

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