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Mittwoch, 24. August 2011

Wie fressen Rentiere sich zu Tode?

Verfressene Rentiere:

So oder ähnlich, zu hören, zu lesen:

"Rentierherde frisst sich in Futterküche zu Tode" (23.08.2011)

Wesenberg (dapd):

"Der freie Zugang zur Futterküche hat eine Rentierherde aus dem Landkreis Mecklenburg-Strelitz offenbar das Leben gekostet. Neun Tiere verendeten. Todesursache sei wohl nach Angaben des Besitzers Überfütterung. Lediglich ein Kalb, das noch mit der Flasche ernährt werde, sei noch am Leben. Offenbar hatten sich die Rentiere in der Nacht Zutritt zur üblicherweise abgeschlossenen Futterküche verschafft und so viel Getreide gefressen, dass sie letztlich an Verdauungsproblemen starben."

Vereinte Frage im Senioren-Forum:

Was hat sich die Evolution dabei gedacht?

Wow - sie hat sich nichts dabei gedacht.

So war die Entwicklung, kurios, aber sinn-voll:

Rentiere sind in Landstriche abgedrängt worden, wo sie überleben konnten, weil sie sehr genüglich, pardon: ver-, nein: genügsam waren, dass sie mit einem Mininum an Gräsern, anderen Gewächsen und erreichbaren Rinden sich versorgen konnten, und sie so ihre Lebensbedürfnisse erfüllen konnten: kollektive langsame Beweglichkeit, (fast) ganzjährige Nutzung der Vegetabilität...

Zur Definition:

Rentiere sind "Hirsche (Cervidae). Es lebt zirkumpolar im Sommer in den Tundren und im Winter in den Taigawäldern Nord-Eurasiens und Nordamerikas sowie auf Grönland und anderen arktischen Inseln. Es ist die einzige Hirschart, die domestiziert wurde."

Clickan, liesnach:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rentiere#Lebensweise


Ja im Sommer fressen sie so viel, wie sie finden können; in keinem Landstrich, ob in Finnland oder in den Taigawäldern Sibiriens, kann das zu Überfressenheit und dann zum Verenden führen.

Bei Mesnchen ist das ein wenig anders.Wer darüber nachdenken will,, nutze das fast verschclissene Wort Zivilisationskrankheiten.

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Von anderen, versprachlichten Lebensformen:

Schlimmstenfalls könnte es folgende homines geben:

Homo tetrapus (der auf allen Vieren laufende Mensch); homo mutus(der nicht sprechen könnende Mensch), homo hirsutus (der von Fell bedeckte Mensch) - homo: Homo ferus (der wild lebende Mensch) und einen Homo caudatus (Mensch mit einem Schwanz), nach der „Systema naturae“, dem Klassifikationssystem des Naturforscher Carl Linné aus dem Jahre 1735.

Begnügen wir uns mit folgenden Exempla: der Mama amans (der geliebten, weil liebenden Mutter)

Und den symbolischen infantes (den metaphorischen, den Gedichten), wie Goethe sie umschrieb. Bittsär:

Für heute Abend (ach, schon die Nacht; eine Nacht, in der Lea (2;4) zu ihrer Mutter sagte, nachdem sie beide eine schwer-gewittrige Mitternacht überstanden hatten: „Mama, ich muss dir drücken“.

Ach, ja, das zu belegende [Gerundivum, das es im Deutscheln nicht gibt] Zitat:

Jedes Gedicht ist gewissermassen ein Kuß, den man der Welt gibt, aber aus bloßen Küssen werden keine Kinder.

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Ach, ein Ren-Kalb hat überlebt; es konnte sich nicht zu Tode fresseln, weil es nicht beim Kollektiv zur Nacht untergebracht war.

Jetzt hat das Tierkind niemanden mehr zu küsseln oder um Futter zu bedrängeln.

Elendigliche Natur?

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