Sonntag, 21. April 2019

Von der FAZ zu meinem ZWEIG -


In allen Z E I G E N nit Stefan Zweig:
- 


https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/wiederaufbau-der-notre-dame-wir-sind-ein-volk-von-baumeistern-16146138.html

Ein kleiner – großer – Artikel:

Präsident Macron: Wir sind ein Volk von Baumeistern“ - FAZ S. 8.

Durch einen Zufalj ist mir dies FAZ-Ausgabe in die Hände gespielt worden:

Ich lesen vom Rettungseinsatz:  
Experten bereiten die Bergung einer Statue vom Dach vor.
Die fürstliche, vergoldete Dornenkrone (als erste gerettet auf dem Dom)
Die Bild mit dem GOLD-Bild der Dornenkrone: "Die Schätze von Notre-Dame. Der Kampf um die Dornenkrone" - https://www.bild.de/news/ausland/news-ausland/die-schaetze-von-notre-dame-der-kampf-um-die-dornenkrone-61270826.bild.html
 
Stefan Zweig und sein Text, ungeachtet um Gold, Silber und Berühungsreliquien als Dekoration:: 

Ehrfürchtig spürt man den Geist der Gotik, das Jahrhundert (In FAZ: S. S. # 92; Do. 18.04.2019:

In diesem Artikell von Michaela Wiegel lese ich - zitiert:

Diese Kirche hätte Raum für ein ganzes Geschlecht, und es ist ihr heroisches Beispiel, ewig zu groß zu bleiben für alle irdischen Zwecke, ewig alle Möglichkeiten zu überragen und nur ein Symbol des Unendlichen zu sein. Nur den Glauben wollten sie verewigen, die diese Kathedrale auf richteten mitten im niedren Land, in gestaltetem Stein ihren frommen Willen bewahren über die Zeit: ehrfürchtig spürt man hier den »Geist der Gotik«, das Jahrhundert des Glaubens und der Geduld, ein Jahrhundert, das nicht wiederkehrt. Denn nie werden solche Werke in unserer Welt wieder entstehen, die mit anderen Maßen die Stunden zählt und hinlebt in anderen Geschwindigkeiten: die Menschen bauen keine Dome mehr.
Aber dieser Schlussatz - nach Stefn Zeig - fehlt in der FAZ:

Die Menschen bauen keine Dome mehr: wie Armut fühlt man vorerst unsere Zeit in der Heimkehr von solcher dauerhaften Gestalt.


Die Zitatquelle fehlt. Ich schlag nach den Essay Auf Reisen:

Stefan Zweig: Die Kathedrale von Chartres (1924)
*
http://zweig.fredonia.edu/index.php?title=Essays._Auswahl_1907-1924

Aber in der Genese:

Essays. Auswahl 1907-1924. Edited by Dietrich Simon. Art design by Lothar Reher. 1st edition. 757/(1)p. [Stefan Zweig. Gesammelte Werke in Einzelausgaben. Lizenzausgabe]
1924
[56]. Die Kathedrale von Chartres, pp. 611-617



*
[31].
Die Kathedrale von Chartres, pp. 243-(250)

*

Ich lese. - wie ich bei Th. Fontane las: 
(...) an der ich möglicherweise mit raten oder taten kann? (Th. F.: Stine. 1888. Ausgabe Ull-Tb. 4520. S. 65)

Freitag, 19. April 2019

Von W ö l f e n & Lupulogen

                                            https://de.wikipedia.org/wiki/Wolf#/media/File:Canis_lupus_laying.jpg


Wie schrieb Theodor Fontane, gemäß seinem eigenen Sprichwort: Aus den öden Redensarten lernt man nie etwas:

Es ist gewagt, gegen den Strom zu schwimmen und unter Wölfen nicht zu heulen; ich kenne so manche, denen diese Lebensregel heilig gilt, ich sehe sie vom Glücke wie verfolgt und bin doch zu stolz, mich ihnen anzuschließen.

Brief an Zöllner am 31.8.1895 (aus Karlsbad), HFA IV/4. S. 477. - Auch in Theodor. Fontane: Allerlei Glück. Ein Lebensbuch. Hg. v. Ulf Diederichs. München. 1998.S. 188)

Von Wolf und den Menschen:

 https://web.archive.org/web/20161207151916/http://www.wolfsregion-lausitz.de/index.php/allgemeines-woelfe-und-menschen

Dienstag, 16. April 2019

F o n t a n e feiern!

 https://www.youtube.com/watch?v=JXiyHuY5as4&feature=youtu.be




Fontanes Novelle
Stine:
 
Gedicht:

Guter Rat
An einem Sommermorgen
Da nimm den Wanderstab,
Es fallen deine Sorgen
Wie Nebel von dir ab.

Des Himmels heitere Bläue
Lacht dir ins Herz hinein,
Und schließt, wie Gottes Treue,
Mit seinem Dach dich ein.

Rings Blüten nur und Triebe
Und Halme von Segen schwer,
Dir ist, als zöge die Liebe
Des Weges nebenher.

So heimisch alles klinget
Als wie im Vaterhaus,
Und über die Lerchen schwinget
Die Seele sich hinaus.
 *
                         >  In der Sonne geblendet; hoch oben auf der Festung Hohen-Salzburg <

Hochoben in auf im Blau: 
Gleichzeitig etwas über Lerchen, die Theodor Fontane sie als Himmelsvögel und lyrische Tröster verstand:

Theodor Fontane, im Roman S t i n e:

(16. Kapitel).
Stine, die die Fahrt nach Klein-Haldern schon mit dem Vormittagszuge gemacht und sich, um die Zwischenzeit hinzubringen, eine Stunde lang und länger am Außenrande des Groß-Halderner Parkes und dann wieder auf dem angrenzenden Wiesengrunde, wo sie dem Vieh, das hier weidete, zusah, verweilt hatte, war unter den letzten, die die Kirche verließen. Sie hielt sich abseits, ging noch eine Weile zwischen den Gräbern auf und ab und trat dann langsam ihren Rückweg nach dem Klein-Halderner Bahnhof hin an. Alles war still, es klangen keine Glocken mehr, und sie hörte nichts als die Lerchen, die mit ihrem Tirili aus der ringsumher in Garben stehenden Mahd in die Luft emporstiegen. Eine stieg höher als die andere, und sie sah ihr nach, bis sie hoch oben im Blau verschwunden war. »In den Himmel... Ach, wer ihr folgen könnte... Leben; leben müssen...« Und im Übermaß schmerzlicher Erregung und einer Ohnmacht nahe, setzte sie sich auf einen Stein am Weg und barg ihre Stirn in der Hand.

* ~ *~ *

Ich setze den Artikel fort mit einer ErWeiterung, die sich auf Theodor Fontane mit seinen Authentizität, seiner ehrlichen Würdigkeit - wie Mord, Totschlag, Suiziden in figuris fördern und stützen will:

 
Sterben in Würde, die Ethik ah auch schon Fontane verteten - vorher nataüarlic Goethe und besonders Gottfreid Keller:


Ein Internist schilde eine Bgleitung eines Menschen, der eine Weg sucht für seinen Sterbeakt in Würde, selbstbestimmt.

Assistierter Suizid: Warum ich geholfen habe

Richard S. leidet an einer unheilbaren Krankheit. Der Arzt Michael de Ridder begleitet ihn beim Sterben. Protokoll eines assistierten Suizids
(= Internist, Rettungsmediziner, Dipl.-Biologie; Vorsitzende einer Stiftung für Palliativmedizin...) - am 11. April 2019:

Zwar regulierter ZEIT-Beitrag, aber schön gestalteltet in der pflegenden Hand:


Einige Beispielsätze für einen Mediziner de Ridder, der sich nicht im Nebulösen verirrt:

„Mein Eindruck hat sich befestigt: Richard S. (dem er mit tödlicher, Sterbemedizin versorgt) ist eine starke, klarsichtige Persönlichkeit. Er gibt nicht schnell auf, doch er hat seine Grenzen definiert. Welche Politiker, welcher Arzt will ihm diese Grenze absprechen? Ist das nicht scheinheilig?: Nicht wenige meiner Kollegen sich sich zu Hause 'für alle Fälle' ein kleines Depot mit zum Suizid geeigneten Mitteln angelegt. Auch ich.“

Auch diese Bemerkung betrifft sein persönliches Engagement:

*

Vollkommen einleuchtend... dieser Umgang mit Selbsttötung oder Anders-Sterben! Ohne obligat-mächtiges Kirchen- oder Verbandsanleihen!
So überzeugend das Eingeständnis, das jeder Arzt für sich einen Vorrat hat, der zum würdevollen Sterben reicht..
Mich erinnert diese Sterbehilfe an Fontanes Stine (1881/1888), wo ein Adeliger, der sich in die schöne Art einer jungen Fabrikarbeiterin verliebt hat, aber abgewiesen wird – mit zwei Briefen Abschied nimmt und mit einem Schlafmittel sich würdevoll verabschiedet.

Im Wortlaut von Fontene,  delegiert an den Waldemar von Klein-Heldern:
:
Er schreibt seinem Onkel, nach dem Etschluss für den Suizid - aber nicht an seinem Vater, einen Brief...:

Fontane im Wortlaut:

Und er nahm einen zweiten Bogen und schrieb:

»Meine liebe Stine! Du wolltest nicht den weiten Weg mit mir machen, und so mache ich den weiteren. Ich glaube, was Du tatest, war richtig, und ich hoffe das, womit ich nun abschließe, soll es auch sein. Es gibt oft nur ein Mittel, alles wieder in Ordnung zu bringen. Vor allem klage Dich nicht an. Die Stunden, die wir zusammen verlebten, waren, vom ersten Tage an, Sonnenuntergangsstunden, und dabei ist es geblieben. Aber es waren doch glückliche Stunden. Ich danke Dir für alle Freundlichkeit und Liebe. Mein Leben hat doch nun einen Inhalt gehabt. ›Vergiß mich‹ – das darf ich nicht sagen, es käme mir nicht von Herzen und wär' auch töricht; denn ich weiß, Du wirst es nicht und kannst es nicht. So denn also: gedenke mein. Aber gedenke meiner freundlich und vor allem verzichte nicht auf Hoffnung und Glück, weil ich darauf verzichtete. Lebe wohl. Ich schulde Dir das Beste.
                                                                Dein Waldemar.«

Waldemar von Klein-Haldern hatte Stine Rehbein die Heirat angetragen und ein Leben im Amerika angeboten.

Beide hat die bescheidene-ehrliche Stine abgelehnt:

Das Amerika-Bild, wie es Th. Fontane vorschwebte:

Auch ein heimischer Beitrag über das Verlangen „Würdiger Sterben“ -  Gespräch mit Helmut Feldmann, Marl

Reportage:

Michael de Ridder: Wie wollen wir sterben? Deutsche Verlags-Anstalt, München 2011

Meine bedürfitg-leeren Stellen in meiner Familie: (Bruder, Schwägerin, Schwäger.. Freund...) etwas zwanzig Personen, deren Ableben – manchmal mit Morphin-Versogung ich erlebt habe. - aber keine Ableben in Würde. Mit katholischer Prägung war auch der Bildungshintergrund recht kümmerlich. In den Familien war der Kraftakt nur unter verstärkter Mobilisierung schwesterlicher und bürderlichen  möglich. 

Es waren  Blastungen, auch wenn sie - nachträglich - sonstwendige Leistungen erbracht wurden: Es waren die sororlichen, die schwesterlichen Beiräge, die dasun-wwürdige Leiden milderten. 
 



Donnerstag, 21. März 2019

S c h u l e vor den Ferien

Oh, du meine Tasche!


- Eine deplazierte Er - I -nnerung -



                  > Gedenkplatte in der Außenmauer des Quadrums einer Schule >



Daheim angekommen. Bemerke ich ich den Verlust der Tasche, meiner Aktentasche. Mit dem Heften, die ich korrigieren will (oder muss), obwohl es heute Morgen Ferien gab. - Aber es ist noch Zeit. Wieder zurück zur Schule.

Durch den Hintereingang, vorbei an Eingang der Turnhalle vorbei. Und ab in den ersten Stock. Dort hatte meine 9a für die zweistündige Klassenarbeit geführt: "De bello Gallico"IV, 2-6! -  Aber, ich suchte, und fand meine Tasche mit allem Geplörre nicht; sie musste – ja wo denn nur? Und wenn sie jemand ins Lehrerzimmer getragen hat. Runter in den ersten Stock.


Aber an meinem Platz stand das vehiculum transportalis nicht. Oder direkt an der Tür, sieh nach!. Auch nicht. Und das Sekretariat? Schon geschlossen.

Wo war ich noch , in der 5c, im Literaturkurz der 13. ich hetzte duch die Räume, nichts. Ich gehe nochmals, reihum. Für einen Freitag.


Ich gehe bis in den Keller runter, da gab oft Verstecke für Schulersachen. Aber die eisern Tür zum Heizungskeller waren verschlossen. Gib gab es hier zu entdecken.

Und ich suche noch zwischen allen Stockwerke – und schließe die Räume auf. O ich am freitag Morgen gewesen war. Manchmal glaub ich schon meine Tasche in der Hand zu haben, der Griff liegt leicht und richtig in der Hand; aber ein misstrauischer Blick gibt mir ein Erwachen.

Und ich – und das. Da steht Marcus. Mein Lieblingsmarcus, dessen Mutter mich immer an Elternsprechtagen besuchte. - Was machst du hier. Er gibt mir die Hand, Tach auch, Herr Lehrer. Und – was ist das? ''Er steeckt mir seine fast zerfleischte Rechte, aber gut genäht, hand-chirurgisch. „Ach, ich aber jetzt als Tierpfleger. Das ist ein Pranke von einer Leidwolf! Ich hab si eihm hingesteckt! Blöd – wa?“ - Gut vernäht! Das sag ich. Aber die drei - wie kommen die in die Klassenraum? - wissen von von Tasche und Ossel!


Trotzdem, schleunigst – nach Hause. Ohne Tasche. Die Arbeiten – ob sie verloren sind? Und ich geh wieder nach Hause.

Da gehe ich im Schlafanzug in der Küche: ich begegne meine Frau, sie hat sich gerade zum Kaffe hingesetzt. 


                                                        Es locken die Feriene! Tusch!


Ich steh schlafmütig und misstrauisch vor ihr. Und erinnere mich an viele blödsinnige Alpträume.

Du, oh, meine Tasche - ich gehe wieder ins Bett. 
Habet Faenum in cornu, longe fuge. „Hat er hat Heu auf dem Horn, fliehe weit weg!“ (Horaz, Satiren 1,4,34) - So zischt es in der Tasche; doch - wo kann ich sie finden? Sie versteckt sich...

Ich muss meine Tasche suchen!

Querito in librum
et in multam, noctem punavi.
...:



Ich muss meine Tasche suchen (ohne eine Parabel zu schreiben)!

Oh,  du meine Tasche,

... oh du mein Leben!

Sonntag, 17. März 2019

Von Schirach: - Stefan Zweig - Jean Améry

 

M e i n e   G e - Z w e i g e -  № 8 -

 
Ferdinand von Schirach: Kaffee und Zigaretten. (Über Stefan Zweig) - im Schlusskapitel Achtundvierzig
                                                      
                                            > Thomas Mann & Stefan Zweig: Briefe. 2017 <
Oder 

Über Siuizid - als Freitod (nicht als Selbstmord, wie er despektierlich genannt wird)


Und dann im „Kapitel Achtundvierzig“. Auch hier wird das eigentliche Thema und eine Intention nicht verraten: Es gibt keine Überschriften in diesem Buch, keine angedeuteten Intentionen, die die Handlungssteile verbinden.



Also das Schlusskapitel – über einen Mann, der in einem alten Mercedes, der renoviert wurde, herumfährt - und – rätselhaft erweise - über Stefan Zweigs Freitod in Petropolis (1942):



Da wird Thomas Mann zitiert, mit seiner Tagebuch-Notiz: über Zweig Selbstmord „ albern, schwächlich und schimpflich“.


Es wird so zitiert im Zusammenhang: „(…) Mann, in sein Tagebuch ein, er fände diesen Selbstmord „albern, schwächlich und schimpflich“.



Die Einschaltung in dieser Story wird von der Autofahrer-Figur und ReiseFan vorgenommen, ohne dass der Zhg. als Kontext erläutert wird: „Thomas Mann hat sich getäuscht, denkt er.“



So können Story nicht funktionieren; sie bleiben blinde Flecke.

Es bleiben Rätsel, die nicht erläutert werden, die unnötig sind – ein Autor hat die VerAntWortUng, die er leisten muss. Sonst werden sie mit komischen Mitteln vom Leser er-ledigt!



Der Zusammenhang wird nicht thematisiert. Ich schreibe ihn zu Ende mit einem kleinen Text:



Im Auto, wird er zum lebendigen Autor, als er die Frau beachtet, die ihrem Freund den Schuhriemen flicht, zieht es wieder in Buch:



Klänge es nicht so vermessen, dann müßte man freilich sagen, daß das größte Meisterwerk Zweigs, des Erfolgreichen, Umworbenen, des Götterlieblings, sein Freitod im Jahre 1942 war. Hier war, zur letzten Höhe hinaufgesteigert, das „ungewöhnliche Ereignis", dem keine Psychologie, keine kausale Erklärung überhaupt gerecht werden kann. Franz Werfel, der Freund und Landsmann, sprach über diesen Tod aus heiterem Himmel Brasiliens dies: »(Das Argument der Feigheit vor dem Leben) ist billig und abgeleiert. (... ) Ein Mann, vom Leben verwöhnt, der Schönheit hingegeben, noch immer jung genug, um sich nach allen Genüssen des Körpers und Geistes zu sehnen, hält ein Glas mit tödlichem Gift in der Hand, Er weiß, wenn er dieses Glas geleert hat, wird sein Blut sich zersetzen, der Atem röcheln, das liebe, gierige Herz gelähmt sein. Vor dem Manne stehen nicht mehr die Gründe, die ihn dazu gerieben haben, das Todesurteil über sich zu verhängen, vor dem Mann steht nun das nackte Todeserlebnis selbst und die und die Gehorsamspflicht, es zu vollstrecken.“


Zweigs Freitod, [so verliebte er sich final ergriffen in seinem geschenkten Narrativ] ein Tod aus Gram über den Zerfall seiner „Westen von gestern“, hebt ihn hinaus über sein Werk und gibt auf geheimnisvolle Weise diesem oft unzulänglichen opus einen neue Dimension. Man hat den Lebenden oft, wie es so heißt, nicht ganz ernst genommen genommen.

Seine Antwort, auf die nun keinerlei Widerrede mehr statthaft ist, war der fürchterliche Ernst seines letzten Aktes.
                                         


(Jean Améry: Bücher aus der Jugend unseres Jahrhunderts. Glanz und Elend der Schriftsteller Stars. Über Jakob Wassermann und Stefan Zweig. 1981, S. 174f.)


                                  Für St. Z., meinen literarischen Heiligen meiner letzten Tage:

                      

                 

... und - (Stefan Zweig bedarf meiner Blumengabe nicht): 

Meine  finalen   T  u  l   p  e  n   letzter Hand:


Freitag, 15. März 2019

Stefan Zweig im Copacabana Palace

M e i n e   G e - Z w e i g e -  № 7 -

                                             Rio de Janeiro: Grandhotel: Copacabana_Palac


Ich lese:

Ferdinand von Schirach im Kapitel Vierzehn in seinen autobiografischen Stories Kaffee und Zigaretten (2019, S. 58):

Auf Besuch in Brasilien, anlässlich einer Verteidigung eines Kokain-Verbrechers: „Ich wohnte im Cobapanba Palace, einem angenehmen Hotel, direkt am Strand gelegen. Marlene Dietrich, Orson Welle, Igor Strawinsky und Stefan Zweig -“ (S. 58) Huj, diesen Text kenne ich. Denn habe ich gelesen. Irgendwie im SPIEGEL? - Nein, ich schlag nach (S. 189), stimmt in der BILD-Sonderausgabe vom 07.06.2018.
- Dann lese ich weiter, in einer Nacht v. 14.03.2019: Nun so gibt es einen ZWEIG - mehr für ZWEIGe-Girlanden.

Nur noch die Begegnung mit einem Harold, den von Schirach wiedererkennt, einem schottischen Hochadeligen: ein alter Genosse von Deutschland, mit den er auch schon etliche Semesterferien verbrachte in Harold House in Schottland.

Aber, dass Ferdinand von Schirach das Wochenende noch im Copacabana Palace in Rio de Janeiro verbrachte, wie viel Grande!Und in diesr Abschnitt seiner bigografischen Notizen nimmt e aus einem Brief vom Freund Harold zwei Zeilen Eichendorff aus:

Wir sehnen uns nach Hause
Und wissen nicht, wohin? (Aus Der Pilger)

Ich schlafe noch wacker und schlage nach am Morgen: 

Auch Stefan Zweig legte vor genau achtzig Jahren mit der Alcantara im Hafen von Rio de Janeiro an, ihn hat der Anblick der Stadt, die sich mit ihren Inseln, Hügeln und Buchten nach und nach vor einem ausbreitet, überwältigt. In seinem soeben erstmals in portugiesischer Übersetzung bei Versal Editores erschienen Buch "Kleine Reise nach Brasilien" ("Pequena viagem ao Brasil") schreibt er von einem einzigartigen Erlebnis. Leben und Tod, Licht und Schatten liegen bei dem weltbekannten Wiener Schriftsteller, dessen Geburtstag sich heute, am 28. November, zum 135. Mal jährt, in Bezug auf Brasilien eng beieinander. Ehe er anschließend weiter zum Internationalen Kongress des Pen-Clubs in Buenos Aires weiterreiste, verbrachte er 1936 in Rio "zehn frenetische Tage", wie die Journalistin und Übersetzerin Kristina Michahelles in Rio sagt, die zahlreiche Werke Zweigs übersetzt hat. Der Schriftsteller lebte auf der Suche nach dem Schönen - vorübergehend sollte er dieses auch finden, wiewohl sein Exil später längst nicht so glücklich war wie der erste Aufenthalt. Sechs Jahre später, in der Nacht auf den 23. Februar 1942, nahm er sich im brasilianischen Petrópolis, der letzten Station seines Exils, gemeinsam mit seiner zweiten Frau Lotte das Leben. -

Und bei Wiki lese ich weiter:

Zahlreiche Prominente aus Kultur und Politik waren Gäste im Hotel: Ella Fitzgerald, Marlene Dietrich, Orson Welles sowie Igor Stravinsky, Stefan Zweig, Henry Fonda, Errol Flynn, John Wayne, Ava Gardner uvam.


Und noch weiter, auf einer Suche nach einem Brief von Zweig:

Cobapabanca Palace: Stefan Zweig 1936 in Rio "zehn frenetische Tage".

Wen der Film Vor der Morgenröte der Regisseurin Maria Schrader wie uns begeistert hat, ist herzlich eingeladen, den Originalschauplatz zu besuchen und sich die CasaStefanZweig anzusehen. 2016 bieten wir Ausstellungen zum 80-jährigen Jubiläum von Zweigs erster Brasilien-Reise an (in Petrópolis) und zu Zweig als Briefschreiber (in Rio de Janeiro),sowie ein Konzert für den Friedenam 17. Dezember in Rio de Janeiro, rund um Zweigs berühmten Appell an Die geistige Einheit der Welt, einen Vortrag, den er im August 1936 in Rio auf seiner ersten Brasilien-Reise gehalten hat.

*

Zweigs Rede: Die geistige Einheit der Welt - die will mich interessieren.


Diesen Aufsatz, diese Rede will ich heute gelesen:

- im Stefan-Zweig-Handbuch (2108. S. 751-753)




Mittwoch, 13. März 2019

Sigmund F r e u d

                
  
Meine  G e - Z w e i g e -  № 6 

 
                                                  <DerTafikant> - mit Bruno Ganz als Sigmund Freud
Im dem schönen und stimmigen Roman von Robert Seethaler Der Trafikant interessiert mich besonders die Gestalt von Sigmund Freud, im Film von Bruno Ganz authentisch verkörpert.

https://www.youtube.com/watch?v=kKv1pgz5q2Y


Der Trafikant vom Robert Seethaler...

Zum Roman: