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Samstag, 12. Januar 2013

?Phäno-watt: P h ä n o m e m, P h äno m o m e



Phä… - 
Was?

Jo: Phänomeme

[- einschließlich der üblichen Prinz- und Prinzesschenwahl der wortistisch erkiesten Erstgebärenden.]


Also von Blogüberflüssen und vom wahren Holz, aus dem Bildung geschnitzt ist


Aus Pfeifers „Etymologischem Wörterbuch“: 

Phänomen, neutr.. ‘sich den Sinnen zeigende oder gedachte Erscheinung, seltenes, außergewöhnliches Vorkommnis, auffallende (Natur)erscheinung, ungewöhnlicher, überragender Mensch’, entlehnt (2. Hälfte 17. Jh.) als philosophischer und naturwissenschaftlicher Terminus aus spätlat. phaenomenon ‘Erscheinung (…)“
Och, phänomenal finde ich das Schwersprechwort „phänomemal! [meinzwg. auch ohne !]“ nicht. Ob es einen neuen Aussagewert hat oder bieten wird? Mir zeigt das Phänomem oder auch das Phämomen nix erkenntniswertes; ich finde es suffixig phämo-mies. Es twittert so freundschaftslustig einher…

Der Zwang von virulenten Digitalen ist eine Plage von viralen Digitalisten; keinerlei Holzbildung präsent zu halten und sich luftikös, na ja: luftikeus, achnee luftisch zu versprachlichen, ist erschröcklich, aber dem Neuheitsfaktor Untergang [lat.: „ruina“ oder gar „interitus“] geweiht. 
Das selbst geschnitzte Dekor wird ausgestellt. Schönes Nicht-Holz?

Mich verlangt’s nach dem geistigen Parkett, dem ewigen Holz:
Ein klassisches, gedrucktes Beispiel, z.B. um Denk- oder Mensch- odr Abituraufgaben zu schnitzeln:


„Wenn er sich im Zustande der Ermüdung und Schlaftrunkenheit eine Denkanstrengung auferlegte, so ereignete es sich ihm häufig, daß ihm der Gedanke entschlüpfte und dafür ein Bild auftrat, in dem er nun den Ersatz des Gedankens erkennen konnte. SilbererÒ] nennt diesen Ersatz nicht ganz zweckmäßig einen "autosymbolischen". Ich gebe hier einige Beispiele aus der Arbeit von Silberer wieder, auf welche ich wegen gewisser Eigenschaften der beobachteten Phänomene noch an anderer Stelle zurückkommen werde (…).
Beispiel Nr. 1. Ich denke daran, daß ich vorhabe, in einem Aufsatz eine holprige Stelle auszubessern. Symbol: Ich sehe mich, ein Stück Holz glatt hobeln.“
- Aus: Freud, Sigmund: Die Traumdeutung, Leipzig: Deuticke 1914 [1900], S. 256 -


Da wurde noch substanziell gebrettelt, gehobelt, wo es um Denkbretter ging; heuer geht es [ach, was, es holpert und ähm: stolpert!] um Splitter von Splittern, aber nimmer um Aphorismen (auch als Denksplitter geschnitzt). - Ach, Splitter und Span, was deut ich an?

Und: Abschied von „Memologien“, die täglich begeistert sind oder gequält schein, zu memologieren – und immer aus dem US-Englischen.



Viel Holz, das man lesen, pflegen und tradieren kann:

Phänomeme?

Neim, der Überschuss an Verbalismem, der im Netz, ohne Basiswissen, produziert wird umd übermorgen verme-, pardon: -gessen ist.



Lange wächst das Holz… Memsch, pardon: mensch - darf es pflegen. Ob er sich selbst zum Mö-, pardon: König von Sprachwissen oder zum Primzchen der Wortmumpfelei*] erkrät oder erklärt wird
[Nichts gegen die geheime Sprache der Bäume.  - Aber wenn der Memsch sie mer-, ähem: er-kennt, macht er ein Me-, ach: ein Ge-schäft daraus. - Zuerst die Worte, dann die Morte.] 
Da werden  wortreich-wortistisch Wort-“Schöpferkrone[n]” für Neuwörter gesucht und , wenn überhaupt, nur durch Zufall gefunden. Internet-gläubig, ohne Fachverstand für Etymologie, Spachwissenschaft - nicht mal für die Latein-Grundlagen fast jeder Wissenschaftsbegrifflichkeit stehenzur verfügung.

Upps: Holz-Wissen gibbet ete nichmeha! Wir wissen allet per Google-Suche!  
Ja: P h ä n o m e-mal-mich-mal virtuell-intelligent! 


*] Interessanter ist die Mupfelei des Urmels aus dem Eis": mie-, ach: viel  Spaß!

Ò Zeitgenosse Freuds: Herbert Silberer (1882 – 1923) -:z. B: "Der Traum. Einführung in die Traumpsychologie". (1919) [Fußnote vom Schreiber, dem Nicht-Freud]

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