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Dienstag, 9. Januar 2018

'Brief - B l a t t am Z W E I Ge eines B A U M E S der Menschen



SalzBurg: Stefan-Z w e i g-Weg (Aufgang zum KapuzinerBerg 5) 






Hinauf ins Luftige, ins F r e i e, ins Höhere, ins (zu fast allen Stunden ...) EinSame, für ... wer es erStrebt, wem es beHagt.





Den bildlichen  G e-  oder Ver - Boten zum Trotz ... ein  beSonderer  W e g - der Füße - und des  G e i s t e s -


Ein Blatt - ein Brief an einen Buchhändler



- Guten Tag – lieber ...

Für mich, als (ehemaliger) Buchhändler, ist es immer noch verwirrend, dass ich in thematischen Bücher- oder Lese(r)-Anthologien niemals diesen "Buchmendel" fand;
ob daran die Vergabe der Lizenzrechte bei S. Fischer Schuld tragen, die man nicht vergeben wollte für zu wenig Geld?)

Ich zitiere den 2. Absatz der Novelle:

"Unbeschäftigt saß ich also da [in einem Wiener Café] und begann schon jener trägen Passivität zu verfallen, die narkotisch jedem wirklichen Wiener Kaffeehaus unsichtbar entströmt. Aus diesem leeren Gefühl blickte ich mir einzeln die Leute an, denen das künstliche Licht dieses Rauchraums ein ungesundes Grau um die Augen schattete, schaute dem Fräulein an der Kasse zu, wie sie mechanisch Zucker und Löffel für jede Kaffeetasse dem Kellner austeilte, las halbwach und unbewußt die höchst gleichgültigen Plakate an den Wänden, und diese Art Verdumpfung tat beinahe wohl. Aber plötzlich ward ich auf merkwürdige Weise aus meiner Halbschläferei gerissen, eine innere Bewegung begann unbestimmt unruhig in mir, so wie ein kleiner Zahnschmerz beginnt, von dem man noch nicht weiß, ob er von links, von rechts, vom untern oder obern Kiefer seinen Ausgang nimmt; nur ein dumpfes Spannen fühlte ich, eine geistige Unruhe. Denn plötzlich – ich hätte es nicht sagen können, wodurch – wurde mir bewußt, hier mußte ich schon einmal vor Jahren gewesen und durch irgendeine Erinnerung diesen Wänden, diesen Stühlen, diesen Tischen, diesem fremden, rauchigen Raum verbunden sein. (...)" (SZ: Buchmendel)
                              http://gutenberg.spiegel.de/buch/die-unsichtbare-sammlung-7042/3





Für das Seminar biete ich natürlich die Einordnung in das Zweigsche Werk, das sehr zertreut ist - und erst heutigentags neu - bei S. Fischer, dann aber auch bei Zsolnay erscheinen wird, ab 2018.

Eine tolle Neuausgabe:
Stefan Zweig: Die Welt von Gestern. In der Neu-Kommentierung von Oliver Matuschek. Im S. Fischer Verlag. Ffm. 2017







Diese Freiheit nehme ich mir:

Freiheit - Gleichheit - Geschwisterlichkeit -

Diesen Ehrenspruch für DemoKraten finde ich auch in  S t e f a n  Z w e i g s  Werken realisiert.


                                                    

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